Ingwer – das neue Superfood? Das solltest du wissen

Ingwer – das neue Superfood? Das solltest du wissen

Wenn es um die Ernährung und die Vorzüge bestimmter Nahrungsmittel geht, taucht immer häufiger auch Ingwer auf dieser Liste auf. Es wird als Allheilmittel für unzählige Erkrankungen beworben und in vielen Fällen als Zutat angepriesen. Was ist wirklich dran an der Sache, was hat Ingwer zu bieten?

Ingwer zählt zu den Ingwergewächsen und wird in Form von Ingwer-Rhizom, oftmals auch mit Ingwerwurzelstock umschrieben, für Arzneimittel oder als Gewürz herangezogen. Wer jemals etwas mit Ingwer gegessen hat, wird sich daran mit Sicherheit erinnern, denn sein Geschmack ist ziemlich würzig und brennend scharf, das Aroma sehr dominant. Dies ist wiederum zurückzuführen auf das in Ingwer enthaltene Gingerol.

Diese Inhaltsstoffe sind in Ingwer zu finden

Wenn von einem Superfood die Rede ist, sind damit meistens exotisch anmutende oder regional stark begrenzte Früchte, Beeren und dergleichen gemeint. Ingwer wird sowohl in den Tropen, als auch in den Subtropen angebaut – Indien, Nigeria, die Volksrepublik China sowie Indonesien zählen zu den wichtigsten Produzenten. Bevor Chili hierzulande eingeführt wurde, hat man Ingwer zum Beispiel auch durch Kandieren haltbar gemacht und als Snack vermarktet. So ist er in einigen Ländern auch heute noch sehr beliebt, ebenso wie Ginger Ale. Im Folgenden geben wir dir eine Darstellung der aus Ingwer extrahierten Inhaltsstoffe:

Ätherische Öle

Harzsäuren

Gingerol (Ursache für die Schärfe)

Shogaol

Borneol

Cineol

Zingeron

Vitamin C

Magnesium

Eisen

Kalium

Natrium

Phosphor

Calcium

Welche Wirkungen stehen mit Ingwer in Zusammenhang?

Viele Forschungsprojekte widmen sich der Frage, wie sich Ingwer medizinisch als Therapeutikum einsetzen lässt. Insbesondere die Scharfmacher, die sich darin finden, sind vielversprechend. So wird angenommen, dass eine besondere Mischung an Inhaltsstoffen in Ingwer eine vergleichbare Wirkung wie Acetylsalicylsäure haben könnte – damit wird ein Enzym namens Coclooxygenase gehemmt, was eine schmerzlindernde Wirkung hat und Entzündungen eindämmen kann. Im Allgemeinen wird Ingwer aber auch als Mittel gegen Reiseübelkeit genutzt, da er Übelkeit und Brechreiz lindert. Er kann außerdem die Verdauung fördern, den Magen beruhigen sowie Appetit und Kreislauf anregen.

Wertvolle Nährstoffe machen Ingwer in der asiatischen Küche vielseitig einsetzbar

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Wenn du dich näher in deinem Supermarkt umsiehst, wirst du vielleicht auf grünen Ingwer stoßen – dabei handelt es sich um sehr früh geerntete, relativ mild schmeckende Rhizome. Länder in Südostasien setzen Ingwer schon sehr lange gleichberechtigt neben Pfeffer ein, um eine gewisse Schärfe in ihre Speisen zu bringen. Zugleich hat das Ganze einen positiven Nebeneffekt: Wer gerne Knoblauch, Chili oder Zwiebeln isst, kennt den unangenehme Geschmack im Mund – in Ingwer ist Gingerol-6 enthalten, der solchen Mundgeruch neutralisiert.

Ingwer als Gewürz bei Geflügel oder Fisch einsetzen

Wenn du deiner Kreation einen besonderen Schneid verpassen willst, solltest du einmal Ingwer in getrockneter und gemahlener Form ausprobieren. Am besten gelingt dir das, wenn du die gewünschte Menge unmittelbar nach dem Braten oder Kochen hinzugibst. Immer häufiger sind bestimmte Gewürzmischungen im Handel erhältlich, die etwa mit Meersalz, Pfeffer oder grünen Kräutern kombiniert werden. Die Japaner nutzen in Essig eingelegten Ingwer, um zwischen einzelnen Sushi-Gängen eine Geschmacksneutralisierung zu erreichen – man nennt das auch „Gari“. Mehr über die Zubereitung von Ingwer erfährst du hier. Außerdem verraten wir dir sogar, wie du deinen eigenen Ingwer anbauen kannst!

Daniel Hasselbond
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