Kinder der Risikogruppe: So wirkt sich der Corona-Impfstoff auf sie aus

Viele Eltern von Kindern der Risikogruppen sind besorgt über die Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe. Eine Studie aus Großbritannien bringt neue Ergebnisse.

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Obwohl der Großteil der Menschen, die sich gegen das Coronavirus impfen lassen, keine Nebenwirkungen entwickeln, kommt es in einigen Fällen doch zu unerwünschten und unangenehmen Symptomen. Eltern, deren Kinder in die Risikogruppe fallen, machen sich daher zurecht darüber Sorgen, ob der Impfstoff nicht zu gefährlich für sie ist.

Nebenwirkungen sind mild und klingen schnell ab

Eine Studie aus Großbritannien, die in Archives of Disease in Childhood zeigt jetzt, dass die Nebenwirkungen des Pfizer/BionTech-Impfstoffs auch bei dieser Gruppe mild verlaufen und schnell abklingen. Dafür haben die Forscher 27 Kinder zwischen 12 und 15 Jahren mit neurologischen Problem wie Erkrankungen des Gehirns oder des Nervensystems, Epilepsie, Herzfehlern und Problemen mit ihrem Immunsystem nach ihrer Impfung zwei Wochen lang begleitet.

Dafür mussten die Eltern in einer Art Tagebuch alle Nebenwirkungen aufschreiben, die sie bei ihren Kindern bemerkten. Nach der ersten Impfdosis zeigte sich bei den Kindern am häufigsten ein leichter Hautausschlag, sie litten an Kopfschmerzen, Durchfall, Nackenschmerzen und Halsschmerzen. Innerhalb von 72 Stunden verschwanden die Symptome allesamt wieder.

Bei fünf Kindern traten nach der zweiten Dosis Symptome wie Erbrechen, Schwellungen in den Achselhöhlen, Durchfall und Bläschen im Mundbereich auf. Eines der Kinder litt unter starker Müdigkeit und Unwohlsein und war unruhiger als sonst. Auch die Familie eines Kindes, das unter Epilepsie leidet, berichtete über eine Zunahme der Häufigkeit von Anfällen.

Studienleiter sieht keine Gefahr

"Selbst bei Kindern mit schweren neurologischen Erkrankungen führt der Impfstoff von Pfizer nicht zu häufigeren Nebenwirkungen", sagt Dr. Tom Hilliard, Kinderarzt am Bristol Children's Hospital und Leiter der Studie. Obwohl die Kinder nur zwei Wochen begleitet worden wären, sei ihm nicht bekannt, dass seitdem weitere Probleme aufgetreten sind.