Kochsalz statt Corona-Impfung: Eine Krankenschwester hat bis zu 8.600 Patienten ein Placebo injiziert

In Friesland hat eine den Corona-Impfungen gegenüber skeptische Krankenschwester bis zu 8.600 ihrer Patient:inn:en eine Kochsalzlösung anstelle des Corona-Impfstoffs verabreicht. Die Behörden wenden sich nun an die betroffenen Leute.

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Die Krankenschwester des Roten Kreuzes steht im Verdacht, den betroffenen Menschen in einer Impfstelle in Friesland – einem Landkreis nahe der Nordseeküste – im vergangenen Frühjahr eine Kochsalzlösung anstelle von echten Impf-Dosen in die Arme gespritzt zu haben. Der friesländische Landrat Sven Ambrosy reagiert gegenüber The Sun schockiert:

Ich habe heute die traurige Pflicht, rund 8.600 Menschen, die möglicherweise betroffen waren, darauf hinzuweisen, dass nicht auszuschließen ist, dass sie bei ihrem Impftermin statt der Impfung eine Kochsalzlösung erhalten haben. Zur Sicherheit würden wir den Leuten empfehlen, sich zusätzlich impfen zu lassen.

Die Krankenschwester hatte die Gelegenheit die Ampullen auszutauschen, weil sie während ihrer Arbeitszeit in der Impfstelle für die Vorbereitung der Impfstoffe und der Spritzen zuständig war, so teilten die niedersächsischen Gesundheitsbehörden mit.

Betroffene sind einem hohen Corona-Risiko ausgesetzt

Zwar ist Kochsalzlösung an sich harmlos, doch die älteren Patient:inn:en, die sie anstelle eines echten Corona-Impfstoffes erhalten haben, sind dadurch einem hohen Covid-Risiko ausgesetzt.

Der Ermittler der Polizei, Peter Beer, sagte zuvor auf einer Pressekonferenz, dass aufgrund von Zeugenaussagen ein begründeter Verdacht bestünde.

Ihr Motiv ist noch immer unbekannt

Das Motiv der Krankenschwester, die nicht genannt wurde, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar. Doch es wird berichtet, dass sie in den sozialen Medien bereits skeptische Meinungen zu Impfstoffen geäußert hatte.

Die Polizei stellte fest, dass die Krankenschwester "motiviert war, sich der Impfung zu widersetzen", sagte der Coronavirus-Krisenstab, der den Fall betreut. Die Krankenschwester wurde während einem Zeitraum von sieben Wochen eingesetzt. Entsprechend sei die Zahl der Betroffenen hoch.