Krankenschwester im Corona-Stresstest: Das Vorher-Nachher ist erschreckend (Fotos)
Krankenschwester im Corona-Stresstest: Das Vorher-Nachher ist erschreckend (Fotos)
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Krankenschwester im Corona-Stresstest: Das Vorher-Nachher ist erschreckend (Fotos)

Von Maximilian Vogel

Kathryn, eine 27-jährige Krankenschwester, hilft seit Monaten nach Kräften in der Bewältigung der Corona-Krise. Auf Twitter spricht sie nun über ihre Erschöpfung. Eine erschütternde Vorher-Nachher-Erfahrung erwartet euch.

Kathryn schließt im April 2020 ihre Ausbildung als Krankenschwester ab und wird als Berufsanfängerin unmittelbar in der seit Generationen schlimmsten Pandemie im US-amerikanischen Tennessee eingesetzt.

Körperliche und mentale Spuren der Pandemie

Die auf sie einstürzende harte Arbeit verlangt ihr einiges ab, die Überbelastung hat an der jungen Frau ihre Spuren hinterlassen, denn sie ist sowohl körperlich als auch mental erschöpft, wie diese italienischen Krankenschwestern im März Zeugnis liefern.

Kathryn entschließt sich daraufhin, ihre Erfahrung vom Kampf mit der Pandemie auf Twitter zu teilen. Diese könnt ihr in unserem Video entdecken. Zur krassen Verdeutlichung ihrer durch Corona bedingten Verwandlung zeigt sie zwei Fotos, deren Botschaft kaum deutlicher sein kann.

Auf dem ersten Foto sieht man sie kurz vor ihrem Abschluss, als strahlend frische Berufsanfängerin im Frühling 2020. Das zweite Foto zeigt Kathryn dann vor ein paar Tagen kurz vor ihrem Wochenenddienst.

Die in ihren Zügen steckende Erschöpfung ist nicht zu übersehen, tiefe Augenringe, eingefallende Wangen und die auf das ständige Maskentragen zurückgehenden Furchen.

Krankenschwester auf der harten Probe.  Tetra Images@Getty Images

Nicht Opfer sondern Zeugin

Kathryn will sich aber keineswegs als Opfer in Szene setzen. Ihr liegt daran, einem breiteren Publikum die schweren Belastungen zu verdeutlichen, denen das Krankenhauspersonal in dieser schwierigen Pandemie-Zeit ausgesetzt ist.

Zugleich macht sie klar, dass ihrer Meinung nach viele der Todesopfer nur dem schlechten Krisenmanagagement in den USA geschuldet sind und dies nicht notwendig hätte sein müssen:

Diese Situation ist nur durch fehlendes Handeln und Starrsinn entstanden.

Doch trotz ihres Erschöpfungszustands bedauert Kathryn ihre Berufsentscheidung keineswegs, denn es ist die Aufgabe, anderen Menschen zu helfen, die sie antreibt und ihr die Kraft gibt:

Ich freue mich Krankenschwester zu sein. (...) Es ist eine Ehre, sich um die Kränksten der Kranken zu kümmern. Ich hüte meine Patienten wie meinen Augapfel.

Kathryns Fotos sind bereits über 60.000 Mal auf Twitter geteilt worden. Ihr Bericht von der vordersten Front der Corona-Bekämpfung in den USA hat vielen Menschen die Augen geöffnet, für die übermenschlichen Leistungen des Pflegepersonals wie für die katastrophalen Versäumnisse von Politikern.


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