"Ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko": Warnung vor Lebkuchen wegen Krebsgefahr

Weihnachten: Tannenbaumduft, Lichter und... Lebkuchen! Doch Vorsicht: Die beliebte Süßspeise kann Krebs verursachen.

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Weihnachtszeit ist Lebkuchenzeit - das ist ein ungeschriebenes Gesetz. So unverzichtbar das süße Gebäck in der Adventszeit auch ist, so wurde in den letzten Jahren sein Ruf immer schlechter. Mittlerweile wird Lebkuchen sogar unterstellt, mit Krebs in Verbindung zu stehen. Kann das wirklich möglich sein?

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Lebkuchen besser selbst backen und hochwertige Zutaten verwenden. istetiana@Getty Images

Lebkuchen: Heimliche Gefahr

Lebkuchen ist der Klassiker, wenn es um Glücksfühle in der Adventszeit und an Weihnachten geht. Mit seinen charismatischen Aromen sorgen die Leckereien dafür, uns emotional auf Weihnachten einzustimmen. Doch im Lebkuchen steckt auch ein herber Nachgeschmack: Das Gebäck steht durch gewisse Inhaltsstoffe im Verdacht, krebserregend zu sein.

Das Süßgebäck enthält eine besondere Zimtsorte und Acrylamid, welcher schon länger im Verdacht steht, der Gesundheit zu schaden. Dieser Acrylamid-Effekt beschäftigt Wissenschaftler und die Verbraucherorganisation Food Watch schon lange. Nun haben sie bei Proben von Lebkuchen einen erhöhten Wert des Stoffes nachweisen können.

WHO spricht sich für Mindestmaß an Acrylamid aus

Acrylamid steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Dies konnte in verschiedenen Tierversuchen bereits nachgewiesen werden. Auch wenn es bisher noch keine Langzeitstudien zu diesem Thema gibt, stehen Experten Acrylamid kritisch gegenüber.

Der Stoff wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in die Kategorie der krebserzeugenden Stoffe aufgenommen und das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht ein "ernstzunehmendes gesundheitliches Risiko", weil Acrylamid das Erbgut verändern könnte.

Weiters sprechen sich die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit und die Weltgesundheitsorganisation WHO dafür aus, den Anteil von Acrylamid in der Nahrung "auf ein Mindestmaß" zu reduzieren.

Zimt steht ebenfalls in der Kritik

Doch auch von Zimt solle eine bisher unbekannte gesundheitliche Gefahr ausgehen. Eigentlich wird Zimt ein positiver Effekt auf den menschlichen Organismus nachgesagt, indem das Gewürz beispielsweise den Blutzuckerspiegel stabil halten soll.

Kassia-Zimt hingegen soll jedoch einen gegenteiligen Effekt haben, und nicht nur das: Im schlimmsten Fall soll das Gewürz zu Krebs führen und die Leber schädigen.

Ob von Lebkuchen tatsächlich eine Gefahr ausgeht, ist bisher noch nicht bewiesen - dass er allerdings eine erhebliche Menge an Acrylamid und Zimt beinhaltet, ist dagegen nichts Neues.

Auch hier gilt wie in allem: Die Dosis macht das Gift. Kinder sollten schon allein aufgrund des hohen Zuckergehalts zu weniger Printen und zu mehr gesunden Alternativen, wie beispielsweise Nüssen, greifen. Auch eine hausgemachte Brioche kann bei Süßem Abhilfe schaffen oder eine Backsession mit den Kleinsten.

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