Long Covid: Diese Frauen trifft es am schlimmsten!

Neue Studien aus Großbritannien kommen zu einem erschreckendem Ergebnis: Demnach ist das Risiko langfristiger und bleibender Schäden nach einer Covid-Erkrankung bei Frauen mittleren Alters am höchsten.

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Die Langzeitfolgen von Covid-19 sind noch lange nicht vollständig erforscht, doch die Zahl der Menschen, die auch Monate nach einer Erkrankung noch mit schweren Folgen zu kämpfen haben, steigt stetig.

Diese Symptomatik, "Long Covid" genannt, sorgt zunehmend für Beunruhigung. Britische Wissenschaftler haben herausgefunden, dass eine Bevölkerungsgruppe besonders häufig davon betroffen ist.

Noch Monate später nicht gesund

Die Studie der Universität in Leicester hat 1000 Patienten untersucht, die mit Corona ins Krankenhaus gekommen sind. 70 Prozent von ihnen hatten sich nach fünf Monaten noch immer nicht vollständig erholt.

Die Betroffenen waren hauptsächlich Frauen zwischen 40 und 60 Jahren, die im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt unter mindestens zwei Folgebeschwerden litten.

Das sind die Folgeerkrankungen

Eine Studie der Universität von Glasgow bestätigt diese Ergebnisse. Nach einer Infektion sind Neuerkrankungen bei Frauen wahrscheinlicher sind als bei Männern. Gedächtnis, Mobilität sowie Seh- und Hörvermögen sind am stärksten betroffen.

Laut Dr. Rachael Evans von der Leicester Universität lässt sich das Ausmaß der Folgebeschwerden nicht anhand des Schweregrades der vorherigen Covid-Erkrankung ermitteln.

Eine andere Immunantwort als Männer

Aufgrund dieser und anderer Daten gehen die Experten und Expertinnen davon aus, dass das Immunsystem von Frauen im Allgemeinen etwas anders funktioniert als das von Männern.

Diese Annahmen müssen zwar noch durch weitere Studien bestätigt werden, doch sollte sich diese Hypothese als wahr herausstellen, könnte dies einen großen Einfluss auf den Umgang mit der Pandemie und das Impfgeschehen haben.

Erst vor Kurzem wurde ein Corona-Protein entdeckt, mit dem Wissenschaftler besonders schwere Fälle von Corona-Erkrankungen vorhersagen wollen. Wer weiß, ob das nicht vielleicht auch hier helfen könnte.

Schon jetzt wird an innovativen Impfmethoden gearbeitet, die den Prozess beschleunigen sollen, wie ein Corona-Impfpflaster oder eine Impfung zum Schlucken, wie sie gerade in Israel vorbereitet wird.