Maskenpflicht für Kinder: Arzt klärt auf, was Eltern unbedingt beachten sollten

Viele Eltern sehen der Entwicklung beunruhigt entgegen, denn immer mehr Kinder sind von der Maskenpflicht in den Schulen betroffen. Jetzt rät ein Arzt, was Eltern dabei beachten sollten.

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Dr. med. Burkhard Rodeck, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) verrät im Interview mit Focus, was Eltern tun können, damit die Maskenpflicht in der Schule so gut wie möglich abläuft.

Maskenpflicht in Schulen

Zahlreiche Eltern machen sich Sorgen um ihre Schützlinge. Was, wenn die Masken Krankheiten wie Pilzerkrankungen der Lunge oder eine Borkenflechte (Impetigo contagiosa) entwickeln? Dr. Rodeck gibt Entwarnung: Medizinisch gesehen kann dies nicht passieren, das seien reine Fake News.

Auch kommt vermehrt das Bedenken auf, dass Kinder an Konzentrationsproblemen leiden sowie Kopfschmerzen bekommen könnten durch das Tragen der Masken über mehrere Stunden hinweg. Auch hierzu beruhigt der Arzt mit seinem medizinischem Fachwissen.

Gängige Alltagsmasken, wie die chirurgische Wegwerfmaske und die meisten selbstgenähten Masken wären dünn genug, um ausreichend Sauerstoff durchzulassen. Noch dazu kommt, dass in der Schule die größte Aktivität ruhig abläuft und man beim Stillsitzen den Atemwiderstand gut ausgleichen kann. Mit diesen Tricks lässt sich jedoch besser mit Maske atmen.

Maskenpflicht in der Schule ist vor allem Gewöhnungssache. izusek@Getty Images

Was können Eltern tun?

Doch da der Mund- und Nasenschutz kein komfortables Accessoire darstellt, ist entscheidend, wie die eigenen Eltern damit umgehen und ihrem Kind den Nutzen und die Notwendigkeit der Maske kommunizieren.

Denn viel Konzentrationsprobleme und Kopfschmerzen können auftreten, wenn sich Kinder einreden, sie würden das bekommen - viel geht vom Kopf aus. Doch natürlich gibt es auch Ausnahmen und manchen Kindern geht es mit der Maske nicht gut. Man muss hier im Einzelfall beurteilen. Doch im Generellen gilt laut Dr. Rodeck:

Je mehr ich das Tragen in Zweifel ziehe, umso eher wird das Kind die Maske als Belastung sehen und Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme haben. Wir sollten unseren Kindern gegenüber die Maske nicht als Problem oder gar Bedrohung kommunizieren, sie ist unser Freund in der Abwehr der Pandemie.

Eine Pause von der Maske ist wichtig

Eine Maskenpause sollte jedoch zwischendurch immer wieder eingelegt werden. Optimal wäre alle 45 Minuten, das natürlich im Rahmen der Möglichkeiten und der Beachtung der Hygieneregeln. Zudem sollte sie gewechselt werden, sobald sie feucht ist.

Im Sportunterricht rät der Arzt jedoch davon ab, eine Maske zu tragen. Bei körperlicher Anstrengung kann ein erschwertes Atmen kontraproduktiv sein. Dabei verweist er auf die offiziellen Stellungnahmen und Empfehlungen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (www.dakj.de).