Mutter spendet 20 Liter Muttermilch: Der Grund ist rührend!

Gina Mitchell aus Woodbridge im US-Bundesstaat Virginia verwertet ihre überschüssige Muttermilch auf ganz besondere Weise, wie es auch schon ihre Mutter getan hat.

Während ganz wenig Babys die Muttermilch nicht vertragen, schwören viele auf die natürliche Nahrung für Babys durch das Stillen. Eine Mutter ist sogar davon überzeugt, dass ihre Milch blau ist, um ihr Baby bei Impfungen zu schützen - und gar nicht so wenige Menschen lassen sich Schmuckstücke aus Muttermilch anfertigen...

Wie die Mutter, so die Tochter

Die 36-jährige Gina Mitchel tritt mit ihrer Aktion in die Fußstapfen ihrer Mutter: Sie spendet ihre überschüssige Muttermilch an Frauen, die nicht stillen können oder zu wenig Muttermilch produzieren. Die heute 73-jährige Bonnie Sinatro hat selbst ihre Muttermilch gespendet, als Gina noch ein Baby gewesen ist. Ihre Mama ist ihr in der Hinsicht ein echtes Vorbild, erzählt sie gegenüber Daily Mail.

Meine Mutter war sehr stolz darauf, ihre Muttermilch zu spenden, als wir noch klein waren. Darauf kann sie auch wirklich stolz sein. Jedes Jahr zu Weihnachten haben wir Dankeskarten von den Familien bekommen, denen sie die Muttermilch gegeben hat und ich erinnere mich daran, dass ich das damals sehr cool fand.

Ihre Tochter will keine abgepumpte Milch

Erst als Gina selbst Mutter wird, erkennt sie, wie wichtig die Muttermilch für die Entwicklung der Kinder ist. Sie habe es nie darauf angelegt, ihre eigene Muttermilch zu spenden. Aber dann ist es doch so gekommen. Sechs Monate lang versucht Gina, ihre Tochter Emma dazu zu bewegen, aus der Flasche zu trinken.

Emma scheint das Fläschchen aber nicht zu mögen und so gibt Gina irgendwann auf. Sie findet sich damit ab, dass sie ihre Tochter weiterhin stillen muss. Dabei ist es nicht so, dass sie abstillen wollte, sondern eher, dass Emma die Flasche zusätzlich bekommt. Beispielsweise, wenn Gina nicht da ist und ihr Mann David Emma füttern soll.

Gina pumpt trotzdem weiter ab

Jedenfalls nimmt Emma das Fläschchen nicht an und Gina, die in den sechs Monaten immer fleißig abgepumpt hat, findet sich mit einer Kühltruhe voller Muttermilch wieder. Sie postet deshalb in Facebook-Gruppen ihrer Nachbarschaft, dass sie Muttermilch abzugeben habe.

Es dauert nicht lange, bis die ersten Anfragen eintrudeln. Es meldet sich auch eine Mutter, die ein Frühchen adoptiert hat und verzweifelt ist, denn das Kind scheint nichts wirklich anzunehmen. Gina bringt der Mutter die zehn Liter Muttermilch vorbei. Beide Frauen sind glücklich über die Spende.

engin akyurt / PixabayMit ihrer Muttermilch schenkt sie vielen Babys eine wertvolle Nahrung.

Inzwischen spendet sie regelmäßig

Nach der Geburt ihrer zweiten Tochter Sage spendet Gina regelmäßig Muttermilch. Eine Freundin aus einer örtlichen Mami-Gruppe hat dort nach Spenden gefragt und Gina zögert keine Sekunde lang.

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Die Frau, der ich jetzt meine Milch spende, kann nicht genug eigene Milch produzieren, um ihr Kind zu ernähren. Gespendete Milch zu bekommen sei gar nicht so einfach, erzählte sie mir. Deshalb habe ich ihr angeboten, dass sie sich melden kann, wann immer es nötig ist.

Vorteile für die zweifache Mama

Wenn ihr Baby an der einen Brust anliegt, saugt Gina an der anderen Brust gleichzeitig ab. Außerdem sagt Gina, dass es für sie ein wahrer Segen ist, Milch abzupumpen, wenn Sage keinen Hunger hat. Diese Milch spendet sie dann an andere Kinder, die sie benötigen.

Maximilian Vogel
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