Nach israelischem Vorbild: Kann es Deutschland gelingen, die vierte Welle noch zu brechen?

Der Blick nach Israel zeigt: Die Booster-Impfung kann erfolgreich im Kampf gegen die vierte Welle eingesetzt werden. Doch bräuchte es dafür in Deutschland mehr Menschen, die sich Boostern lassen.

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Israel ist in Sachen Corona das Vorzeigeland schlechthin - auch wenn es gelegentlich von anderen Ländern überholt wird. Dort wird aktiv zum Impfen geworben, auch mit Pizza und alkoholfreiem Bier. Ein Blick nach Israel erklärt auch, warum die Booster-Impfung effektiver schützt als die Erstimpfung!

Von alt zu jung

Beim Boostern hat Israel mit der ältesten Generation begonnen und sich dann langsam zu den jüngeren Menschen durchgeimpft, wie msn.com berichtet. Eine gründliche Auswertung der gesammelten Daten in allen Altersklassen zeigt Ende Oktober, dass die Krankenhauseinweisung bei Geboosterten um 93 Prozent fiel.

Die Drittimpfung - oder Zweitimpfung im Fall von Johnson & Johnson - stärkt das Immunsystem gegen SARS-CoV, senkt dadurch die Infektionsrate und außerdem die Viruslast bei Durchbruchsinfektionen, zumindest in den ersten Wochen unmittelbar nach der Impfung.

Deutschland ist zu spät dran

Die Booster-Kampagne in Israel hat dazu geführt, dass es weniger Krankenhauseinweisungen gab und die vierte Welle gebrochen werden konnte. Und in Deutschland? Kommt die Booster-Kampagne wohl zu spät.

Ein Grund dafür ist, dass es in Deutschland andere Verhältnisse bei den Altersgruppen gibt. Während in Israel alle Menschen ab 29 Jahren geimpft waren, als die Hälfte der Bevölkerungsgruppe erreicht wurde, wären es in Deutschland lediglich alle Menschen ab 45. Es müssten also deutlich mehr als 50 Prozent der Bevölkerung geboostert werden, um die Welle zu durchbrechen. Laut Robert Koch-Institut sind es derzeit allerdings nur 29,4 Prozent.

Warum eine Booster-Impfung? Mehr dazu im Video!

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