Nach Uganda-Reise: Ärzte finden Lebewesen in Stirn einer Frau

Nach Uganda-Reise: Ärzte finden Lebewesen in Stirn einer Frau

Nach ihrer Rückkehr aus Uganda erwartet diese Frau eine böse Überraschung. Auf ihrer Stirn wächst eine Beule und sie leidet unter starken Kopfschmerzen. Im Krankenhaus machen Ärzte eine verblüffende Entdeckung.

Nach dem Zahn, der in der Nase eines Mannes wächst jetzt das: Eine Fliege macht es sich in der Stirn einer Britin gemütlich. Die Frau ist auf einer Reise in Uganda und als sie zurückkehrt, klagt sie über Kopfschmerzen. Lange rätseln die Ärzte, doch dann kommt die unfassbare Wahrheit ans Licht.

Eine böse Überraschung

Tatsächlich muss die Frau, die in ihren Fünfzigern ist, dass sich eine Lund-Fliege in ihrem Gesicht eingenistet hat. So berichtet die Zeitschrift BMJ Case reports von dem unangenehmen Schicksal der Frau.  

Eine Beule auf der Stirn

Schon wenige Tage nach ihrer Rückkehr aus dem Urlaub bereitet eine Beule auf ihrer Stirn der britischen Touristin Sorgen. In der Notaufnahme erklären die Ärzte, dass es sich um ein Furunkel handelt, hervorgerufen durch einen Insektenstich. Drei Tage später kehrt sie mit neuen Symptomen zurück: Ihr Gesicht und ihre Lider sind aufgedunsen, und die Schmerzen in dem betroffenen Bereich werden immer stärker.

Ein gutes Versteck!

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In der Beule entdeckt man ein kleines Loch, aus dem eine merkwürdige Flüssigkeit austritt. Im Krankenhaus stellt man schließlich fest, dass die 55-Jährige die unglückliche Wirtin der Larve einer Lund-Fliege ist. "Bei der kleinen Öffnung (in der Beule Anm.d.Red.) handelte es sich in Wirklichkeit um ein Loch, durch das die Babyfliege, besser gesagt die Larve, atmen konnte," beschreibt Dr. Farah Shahi, Spezialist für Infektionskrankheiten des Lehrkrankenhauses in York (GB), in seinem Bericht. Er ist auch für die Behandlung der Patientin zuständig.

Eine Fliege, die dünne Haut bevorzugt

Zur Beseitigung der Larve entscheiden die Ärzte, ihr mit Hilfe von Vaseline den Sauerstoff zu entziehen. Es gelingt ihnen, den Eindringling lebend zu entfernen, und sie stellen fest, dass es sich um die Larve einer Lund-Fliege handelt - eine Art, die in den Wäldern südlich der Sahara vorkommt. Normalerweise befällt der Parasit vor allem Affen, bei Menschen kommt ein Befall nur äußerst selten vor. Und noch seltener im Gesicht. Scheinbar wollte die kleine Larve, die dünne Haut bevorzugt, auch mal neue Horizonte entdecken.

Lea Pfennig
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