Neue Studie macht Hoffnung: Gibt es bald ein Mittel gegen Fettleibigkeit?

Für Fettleibigkeit gibt es viele Gründe. Forscher haben jetzt herausgefunden, dass unsere Gene dabei eine Rolle spielen könnten.

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Ist Fettleibigkeit heilbar? Eine neue Studie aus Großbritannien gibt Grund zu der Annahme, dass ein bestimmtes Gen für eine Gewichtszunahme verantwortlich ist. Untersuchungen an Fruchtfliegen haben ergeben, dass die Tiere zunehmen, wenn dieses ausgeschaltet wird.

Neue Behandlungsmöglichkeiten gegen Fettleibigkeit?

Es mag überraschen, aber Fruchtfliegen und Menschen teilen 75 Prozent ihrer genetischen Ausstattung. Dazu gehört auch der sogenannte Hippo-Signalweg, der für Fettleibigkeit bei Mensch und Tier verantwortlich sein könnte. Dr. Andrea Brand ist Neurowissenschaftlerin an der Universität Cambridge und hat mit Kollegen eine Forschung dazu durchgeführt. Sie sagt gegenüber der britischen Sun:

Wenn man die Hippo-Signalübertragung im Gehirn ausschaltet, werden die Tiere fett, was uns Hoffnung für zukünftige Behandlungen gibt. Vielleicht gibt es bereits Medikamente, die als Nebeneffekt diese Gene verstärken und das Fett reduzieren.

In ihrer Studie haben Brand und ihr Team einen großen Datensatz von Genen fettleibiger Menschen untersucht, um herauszufinden, ob sich ihre Theorie bestätigen lässt. Dabei haben sie herausgefunden, dass die Gene in der Hippo-Signalübertragung bei ihnen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung häufiger deaktiviert waren.

Tests an Fruchtfliegen machen Hoffnung

Daraufhin haben sie die Gene bei Fruchtfliegen aktiviert und festgestellt, dass die Insekten dann weniger an Gewicht zunahmen. Das weckt Hoffnung auf die Entwicklung neuer Behandlungsmethoden gegen Fettleibigkeit. Übrigens: Der Name "Hippo" (englisch für Nilpferd) ist dabei reiner Zufall!

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