Studie offenbart: Das hat das weibliche Gehirn dem männlichen voraus
Studie offenbart: Das hat das weibliche Gehirn dem männlichen voraus
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Studie offenbart: Das hat das weibliche Gehirn dem männlichen voraus

Den Ergebnissen einer Studie nach zu schließen, hat das weibliche Gehirn einen deutlichen Vorteil gegenüber dem von Männern. Die Erkenntnisse dieser Studie könnten auch das Auftreten und die Entwicklung von neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer beeinflussen.

Anscheinend altern wir nicht alle gleich. Die einen bekommen Falten, die anderen eine Glatze und wieder andere graue Haare. Das Ganze früher oder später, je nach Veranlagung. Auch vor dem Gehirn macht das Alter nicht halt. Nur dass hier der Unterschied jüngsten Erkenntnissen nach vom Geschlecht abhängt.

Alter des Gehirns

Um das Alter des Gehirns zu bestimmen haben US-amerikanische Wissenschaftler den Gehirnstoffwechsel von 205 erwachsenen Probanden untersucht. Sie haben den Bedarf an Sauerstoff, Glukose sowie auch die Durchblutung gemessen und anhand dieser Ergebnisse versucht, das Alter ihrer Probanden zu ermitteln.

Anschließend haben sie das von ihnen ermittelte Alter des Gehirns mit dem tatsächlichen Alter der Versuchsperson verglichen. Ihre Ergebnisse haben sie in der wissenschaftlichen Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States veröffentlicht.

Frauen schneiden günstiger ab

Den erhaltenen Ergebnissen nach schneiden Frauen bei dieser Untersuchung besser ab als Männer. Bei sämtlichen Frauen war das ermittelte Alter des Gehirns niedriger als ihr tatsächliches Alter. Und das sowohl bei jungen als auch bei älteren Probandinnen.

"Das beweist, dass das Geschlecht beim Altern des Gehirns eine bestimmte Rolle spielt", erklärt Manu S. Goyal, der Leiter der Studie auf CNN. Nur woher der Unterschied kommt, das können die Wissenschaftler bis jetzt noch nicht genau sagen.

Mit weiteren Forschungsprojekten sollen die bisher erhaltenen Ergebnisse bestätigt und vertieft werden, insbesondere um zu ermitteln, ob die Ursache des langsameren Alterns des weiblichen Gehirns auch das Auftreten von neurodegenerativen Krankheiten wie Alzheimer hinauszögern kann.

Bis jetzt steht anhand der Ergebnisse einer vorhergehenden Studie nur fest, dass Frauen weniger an kognitiven Fähigkeiten verlieren als Männer und im fortschreitendem Alter, weniger Gedächtnislücken haben als sie.

Von Sarah Kirsch

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