Neue Studie zu Johnson & Johnson: Eine Dosis bietet nicht genügend Impfschutz!

Der Impfstoff von Johnson & Johnson galt eine Weile als vorteilhaft gegenüber der Konkurrenz. Doch mit der Zeit wird immer klarer: Die angepriesene einzelne Dosis ist nicht ausreichend.

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Das Johnson & Johnson-Vakzin gilt als praktisch, weil es, im Gegensatz zu den anderen weltweit eingesetzten Impfstoffen, nach nur einer verabreichten Dosis vollwertigen Impfschutz bietet und weniger gekühlt werden muss.

Doch mehrere Studien kommen nun zu dem Schluss, dass die eine Dosis womöglich doch nicht so eine starke Wirkung hat, wie Wissenschaftler:innen anfänglich annehmen.

Zu viele Impfdurchbrüche bei Johnson & Johnson

Laut dem letzten Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) gab es nach einer Impfung mit Johnson & Johnson etwa dreimal mehr Impfdurchbrüche, als nach einer Spritze von Biontech/Pfizer.

In Deutschland kämen demnach 2000 Impfdurchbrüche auf eine Million Geimpfte nach einer Spritze mit J&J. Das liege unter anderem daran, dass der Aufbau der Antikörper länger dauert, wenn nicht zwei, sondern nur eine Spritze verabreicht werden.

Noch vor einigen Monaten kommt eine Studie zu dem Ergebnis, dass das Vakzin ausreichend wirksam gegen die äußerst ansteckende Corona-Variante Delta ist.

Auch gegen schwere Verläufe nach einer Ansteckung sollte der Impfstoff laut einer weltweiten Studie zu 85,4 Prozent schützen. Die Zahlen suggerieren jedoch mittlerweile die Notwendigkeit einer zweiten Dosis.

Zweite Impfdosis wird empfohlen

Eine Studie kommt zu dem Schluss, dass die Impfstoffe von Moderna und Biontech bis ans Lebensende Schutz bieten könnten. Bei dem Johnson & Johnson-Vakzin ist dies nicht so klar.

Neue Studienergebnisse stelle nun auch bisherige Erkenntnisse in Sachen kurzfristiger Impfschutz infrage. Demnach sei der Impfschutz laut einer Pressemitteilung des Unternehmens selbst nach einer zweiten Dosis deutlich höher.

So soll der Antikörperwert nach einer zweiten Dosis, die ca. zwei Monate nach der ersten verabreicht wird, vier bis sechs mal höher sein, als nach nur einer Dosis.

Die Werte in den USA alleine sind sogar noch besser, doch das liegt vermutlich an der geringeren Anzahl der Virusvarianten im Land, zu dem Zeitpunkt der Durchführung der Studie.

Die FDA entscheidet derzeit über die Möglichkeit einer Auffrischungsimpfung. Bereits vor einigen Monaten stand der Johnson & Johnson-Impfstoff wegen vermehrter Thrombosefälle in der Kritik.