Neuer Impfstoff gegen Coronavirus: Das solltest du über Valneva wissen

Vielen Menschen sind die neuen und noch nicht vollends erforschten Impfstoffe gegen das Coronavirus nicht geheuer. Ein neuentwickeltes Vakzin könnte ihre Skepsis vielleicht mildern.

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Schon bald könnte ein neuer Impfstoff gegen das Coronavirus auf den Markt kommen, das vor allem Menschen überzeugen soll, die den bisherigen Vakzinen eher skeptisch gegenüber gestanden haben. Das österreichisch-französische Unternehmen Valneva hat für VLA2001 mittlerweile ein Zulassungsverfahren bei der britischen Arzneimittelbehörde Medicines and Healthcare Products Regulatory Agency beantragt.

Valneva ist sogenannter Totenimpfstoff

Der Unterschied zu den Impfstoffen von AstraZeneca, Pfizer/Biontech und Co. ist der, dass es sich bei Valneva um einen sogenannten Totenimpfstoff handelt. Dabei werden die SARS-CoV-2-Viren abgetötet und zu einem Impfstoff aufbereitet. Dadurch können sie sich nicht mehr vermehren oder Krankheiten auslösen, sind aber immer noch aktiv genug, um das Immunsystem darauf reagieren zu lassen und Antikörper zu bilden.

Hinzu kommt, dass Totenimpfstoffe schon lange erforscht sind und seit Jahrzehnten bei der Bekämpfung von Krankheiten wie Tetanus, Kinderlähmung oder Diphtherie eingesetzt werden. Die Wahrscheinlichkeit, dass man kurz nach der Impfung Nebenwirkungen bekommt, ist bei Totenimpfstoffen zudem sehr gering.

Es gibt nicht nur Vorteile

Einen Nachteil gibt es aber doch: Durch die Impfung kann es zu einer sogenannten Antikörper-abhängigen Immunverstärkung kommen. Das bedeutet, dass sich die schützende Wirkung des Vakzins umkehren und einen viel stärkeren Krankheitsverlauf bei einer erneuten Covid-19-Erkrankung auslösen kann. Im Ö1-Mittagsjournal kündigt Thomas Lingelbach, Geschäftsführer von Valneva, für Oktober 2021 neue Ergebnisse an und rechnet im ersten Halbjahr 2022 mit der Zulassung in der EU.