Neun Tipps, um Regelschmerzen auf Dauer loszuwerden
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Neun Tipps, um Regelschmerzen auf Dauer loszuwerden

Von Maximilian Vogel

Die monatliche Regel ist für viele eine unangenehme Zeit, wenn nicht sogar mit unerträglichen Schmerzen verbunden. Wir zeigen euch neun hilfreiche Tipps, wie ihr eure Regelschmerzen in den Griff bekommen könnt.

Regelschmerzen kommen ernsthaften Schmerzen gleich, die euch im schlimmsten Fall für mehrere Tage zur Bettruhe verdonnern. Ärzte vergleichen die Periodenkrämpfe sogar mit den Schmerzen eines Herzinfarktes. Niemand verdient es, systematisch jeden Monat einmal umgehauen zu werden.

Zum Glück gibt es ein paar Möglichkeiten, eure Regelschmerzen loszuwerden. Wir haben euch bereits hilfreiche Hausmittel gegen Periodenkrämpfe vorgestellt.

Wenn diese aber langanhaltend sind, haben wir noch ein paar weitere Tipps für euch, die euch helfen sollen, die Schmerzen endgültig in den Griff zu bekommen. In den USA setzt man zudem daran, auch Cannabis für die Linderung von Regelschmerzen zu legalisieren als grüne Alternative zu Medikamenten.

Was sind Regelschmerzen?

Regelschmerzen werden durch die Kontraktionen der Gebärmutter hervorgerufen. Dadurch entstehen die Schmerzen und Beschwerden. Es kommt zu diesen Kontraktionen, wenn der Gebärmutter einmal im Monat durch Hormone zu verstehen gegeben wird, das Endometrium abzustoßen. Man spricht dann von der menstrualen Phase des Regelzyklus.

Für viele Frauen sind Regelschmerzen ein unausweichlicher Teil ihrer Menstruation. Wie schmerzhaft sie aber sind, hängt von jeder einzelnen Person ab. Anfällig für Regelschmerzen sind vor allem folgende Frauen:

  • Frauen unter 30
  • Frauen mit starker Regel
  • Frauen mit unregelmäßiger Menstruation
  • Raucherinnen
  • Frauen mit sehr frühem Regelbeginn
  • Frauen mit Hormonstörungen (z. B. mit dem polyzystischen Ovar-Syndrom, PCOS)
  • Frauen, die bestimmte Verhütungsmethoden anwenden
Periodenkrämpfe und Regelschmerzen können sich so anfühlen wie ein Herzinfarkt. Polina Zimmerman@Pexels

Wie man Regelschmerzen loswerden kann

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, um eure Regelschmerzen zu lindern. Es wird aber ein bisschen Zeit brauchen, um herauszufinden, welche davon für euch am besten geeignet sind.

1/ Frei verkäufliche Schmerzmittel

Einfache Schmerzmittel wie Ibuprofen, Paracetamol und Aspirin helfen meist sehr gut, um Regelschmerzen erträglicher zu machen. Um aber die beste Wirkung zu erzielen, müsst ihr darauf achten, dass ihr diese Schmerzkiller schon bei den ersten Anzeichen der Regelschmerzen einnehmt. Jedoch sollte der Gebrauch von Schmerztabletten nicht zu häufig ausfallen, da ein Stoff darin sogar krank machen kann.

Ihr könnt diese Schmerzmittel in jeder Apotheke oder sogar im Supermarkt kaufen. Weist ihr aber gesundheitliche Vorerkrankungen auf, die durch die Einnahme dieser Medikamente beeinflusst werden können, ist es besser, zuvor seinen Arzt aufzusuchen.

2/ Wärme

Wärme stellt eine noch unterschätzte Hilfe zur Schmerzerleichterung dar. Wenn ihr gerade Regelschmerzen habt, nehmt einen heißen Umschlag, ein Heizkissen oder eine heiße Wasserflasche und legt diese wärmenden Dinge auf eueren Unterleib. Die Wärmeflasche ist nicht umsonst ein beliebtes Hausmittel gegen Periodenkrämpfe.

Sogar besser ist noch, wenn ihr euch ein Wärmepflaster aus eurer Apotheke holt. Diese Pflaster lösen Muskelschmerzen, wobei in einer Studie sogar nachgewiesen worden ist, dass sie wirksamer sind als die herkömmlichen, frei verkäuflichen Schmerzmittel.

Dieselbe Studie hebt auch hervor, dass Frauen, die Wärmepflaster verwenden, weniger am prämenstruellen Spannungssyndrom oder Stimmungsschwankungen leiden.

3/ Massagen mit ätherischen Ölen

Verschiedene Studien raten zu einer Unterleibsmassage mit ätherischen Ölen, um Regelschmerzen zu lindern. Denn verschiedene ätherische Öle regen die Durchblutung an, womit sie den Schmerz reduzieren.

Ist es leicht, eine passende Ölmischung zu kaufen, kann man aber auch verschiedene Öle einzeln erstehen, um sich seine eigene Mixtur herzustellen. Zu den bei Regelschmerzen wirksamsten ätherischen Ölen zählen die folgenden:

  • Lavendel
  • Zimt
  • Gewürznelke
  • Majoran
  • Rose
  • Salbei

Ätherische Öle könnt ihr in den meisten Bioläden oder auch im Internet kaufen. Bevor ihr aber ätherische Öle anwendet, müsst ihr euch noch ein geeignetes Trägeröl besorgen, wie beispielsweise Kokosöl, Arganöl, Mandelöl, Avocadoöl, Hagebuttenöl oder Jojobaöl.

Ätherische Öle können Hautirritationen und allergische Reaktionen, selbst Brennen, hervorrufen. Mithilfe eines Trägeröls kann man das ätherische Öl verdünnen und die Absorptionsgeschwindigkeit beeinflussen, was die Gefahr von Irritationen verringert.

Trägeröle helfen auch dabei, eure ätherischen Öle über eine größere Oberfläche zu verteilen. Um unangenehme Reaktionen auf ätherische Öle auszuschließen, könnt ihr ja zuerst an einer kleinen Stelle einen Test damit machen.

4/ Yoga

Für die Linderung von Regelschmerzen kann Yoga wahre Wunder wirken. Verschiedene Positionen dehnen beispielsweise den unteren Teil des Rückens und helfen so, Druck abzubauen.

Vor allem wirken aber die durch Yogaübungen ausgeschütteten Endorphine und Serotonin wie wahre Schmerzkiller. Entspannende Stellungen wie die Balasana-Haltung sind sehr bekannt für ihre Heilkräfte, was Regelschmerzen anbelangt.

Eine kleine Studie aus dem Jahr 2016 hat aufgezeigt, dass Frauen, die drei Monate lang jede Woche nur eine Stunde Yogaübungen machen, ihre Regelschmerzen auf beeindruckende Art verringern. Auf lange Sicht hilft somit eine regelmäßige Yogapraxis, eure Regelschmerzen zu lindern.

5/ Mit Epsomsalz baden

Seid ihr auf der Suche nach Schmerzlinderung und Entspannung zugleich, versucht es dann mal mit einem Epsomsalz-Bad. Auf wissenschaftlicher Ebene sind hier zwar keine besonderen Wirkungen nachgewiesen. Dieses Magnesium-Bad ist aber ein verbreitetes Hausmittel zur Linderung von Muskelschmerzen und zur Abschwellung.

Wollt ihr euch ein Epsomsalz-Bad genehmigen, gebt zwei Tassen Salz in eine Standardbadewanne. Für eine zusätzliche Aromatherapie könnt ihr noch ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben.

Ein Epsomsalz-Bad ist normalerweise unbedenklich. Bei bestimmten Menschen kann es allerdings Hautirritationen hervorrufen. Deshalb ist vielleicht wieder vorher ein kleiner Test keine schlechte Idee.

6/ Sportliche Übungen

Wie Untersuchungen nachgewiesen haben, sind leichte sportliche Übungen wie Walking oder Schwimmen für die Linderung von Regelschmerzen hilfreich. Denn diese Übungen regen nicht nur den Blutkreislauf an, sondern die dabei ausgeschütteten Endorphine helfen wie beim Yoga bei der Abschwächung der Schmerzen.

Auf lange Sicht können auch regelmäßige sportliche Übungen helfen, die Regelschmerzen zu verringern. Wie eine neuere Studie beweist, erreichen Frauen, die über zwei Monate hinweg jede Woche dreimal für 30 Minuten sportliche Übungen machen, eine deutliche Verringerung ihrer Regelschmerzen.

Zu viel Sport jedoch kann dazu führen, dass eure Regel später kommt oder sogar aussetzt. Doch gibt es auch eine Möglichkeit, wie sich Sportlerinnen ihren Zyklus zunutze machen können.

7/ Ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen

Ihr seid anfälliger für Regelschmerzen, wenn ihr dehydriert seid. Passt also darauf auf, jeden Tag genug Wasser zu trinken. Während der Periode ist es besser, von Kaffee und Alkohol die Finger zu lassen.

8/ Sich gesund ernähren

Eure Ernährung hat großen Einfluss auf eure Hormonproduktion und Entzündungsphänomene. Damit wirkt sie sich auch direkt auf eure monatlichen Regelschmerzen aus.

Eine ballaststoffreiche Ernährung mit Gemüse, Früchten, Nüssen, Hülsenfrüchten und Vollkorn trägt also ebenfalls zu einer Linderung der Regelschmerzen bei. Eine weitere Studie legt nahe, dass eine fettarme oder vegetarische Ernährung ebenfalls Regelschmerzen reduzieren kann.

9/ Akupressur

Akupressur stellt eine nicht invasive chinesische Methode dar. Hierbei wird Druck auf verschiedene Punkte des Körpers ausgeübt, um Beschwerden zu lindern, zu denen auch Regelschmerzen gehören.

Ein beliebter Akupressurpunkt für die Schmerzbehandlung stellt der LI-4 dar. Er liegt auf dem Handrücken zwischen der Wurzel des Daumens und der des Zeigefingers. Ihr müsst hier allein Druck ausüben und diesen Punkt dann in Kreisbewegungen leicht massieren.

Ein anderer bekannter Punkt ist die Kreuzung der 3 Yin. Dieser Punkt ist kürzlich von einer Studie zu Regelschmerzen mit Erfolg untersucht worden. Er liegt etwa drei bis vier Zentimeter oberhalb des Fußknöchels in Richtung Schienbein.

Wann man zum Arzt gehen soll

Sind Regelschmerzen zwar normal, können starke Krämpfe aber ein Zeichen für ein ernstes Problem sein. Bei manchen Frauen sind die Regelschmerzen so stark, dass sie sogar die Lebensgewohnheiten völlig auf den Kopf stellen.

Oder habt ihr erst nach eurem 25. Lebensjahr sehr starke Regelschmerzen? Vereinbart in diesen Fällen am besten einen Termin mit eurem Arzt. Starke Regelschmerzen können auf folgende Krankheitsbilder hinweisen:


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