New York: Erster Tiger positiv auf Covid-19 getestet
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New York: Erster Tiger positiv auf Covid-19 getestet

Eine schockierende Nachricht: Im New Yorker "Bronx Zoo" hat sich die erste Tigerin mit dem Coronavirus infiziert. Wir erzählen euch, was dahinter steckt.

Sie heißt Nadia, ist vier Jahre alt und eine der Hauptattraktionen des beliebten "Bronx Zoo" in New York. Nun sorgt die junge Tigerin wieder einmal auf Aufsehen: Sie ist die Erste ihre Art, die sich mit dem Coronavirus infiziert hat.

Trockener Husten macht Pfleger stutzig

Da fragt ihr euch natürlich: Unter welchen Symptomen leidet Nadia, dass die Zoowärter anfingen, sich Sorgen zu machen? Wie das amerikanische Landwirtschaftsministerium verkündet, machte das Raubtier mit einem auffällig trockenen Husten auf sich aufmerksam.

Tigerin "Nadia" hat sich mit dem Coronavirus infiziert.  Ben Denison / Getty Images

Daraufhin wird das Tier unter künstlicher Betäubung auf das neuartige Virus getestet. Das war allerdings schwieriger, als es klingt. Dr. Paul Calle, der Tierarzt des „Bronx Zoo“ erklärt, welche Umstände den Test zusätzlich erschwert haben:

Der Covid-19-Test, der an unserer malaysischen Tigerin Nadia durchgeführt wurde, musste in einem speziellen Labor für Tiermedizin ausgewertet werden, er unterscheidet sich nämlich maßgeblich von dem an Menschen durchgeführten Test.

Eine Virusübertragung von Mensch auf Tier?

Wie konnte es dazu kommen, dass die Tigerin sich mit Corona infiziert hat, obwohl der Zoo bereits seit dem 16. März geschlossen ist? Alles deutet darauf hin, dass ein Mitarbeiter der beliebten New Yorker Attraktion das Virus auf das Tier übertragen hat.

Die Zoo-Leitung verspricht, dass alle Erkenntnisse dieser "Mensch-Tiger-Übertragung" an Wissenschaftler weitergegeben werde, die sich zurzeit mit dem Virus beschäftigen. Sie hoffen, dass die Ergebnisse im Kampf gegen Corona nützlich sein könnten, um mehr über den Erreger zu lernen.

Doch dies ist nicht der erste Fall, dass eine Übertragung zwischen Mensch und Tier festgestellt werden konnte. Im Februar gaben chinesische Autoritäten bekannt, dass sich ein Hund mit dem Coronavirus infiziert habe, was bis dahin als unmöglich galt. Die Folgen der Nachricht waren fatal: Unzählige Hunde wurden von ihren Herrchen getötet, aus Angst, sich die berüchtigte Lungenkrankheit von ihrem vierbeinigen Begleiter einfangen zu können.

Bis heute streiten sich Wissenschaftler, ob sich Haustiere tatsächlich mit dem Coronavirus infizieren können oder nicht. Bis dahin gilt es für ihre Besitzer abzuwarten - und keine überhasteten und übertriebenen Maßnahmen zu ergreifen.

Von Thomas Schmitt

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