Pollenallergie & Co.: Soll man den Termin zur Covid-19-Impfung verschieben?

Pollengeplagte kennen es: Die Nase rinnt, die Augen sind geschwollen, man fühlt sich schlapp und einfach nicht gesund. Wenn dann noch der langersehnte Termin zur Covid-19-Impfung ansteht sind viele verunsichert. Was tun bei starken Allergiesymptomen?

Pollenallergie & Co.: Soll man den Termin zur Covid-19-Impfung verschieben?
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Pollenallergie & Co.: Soll man den Termin zur Covid-19-Impfung verschieben?

Die Pollenzeit ist eine unschöne Zeit und findet gefühlt nie ein Ende mit seinen lästigen Nebenwirkungen, die bei manchen auch ziemlich schmerzhaft ausfallen. Zudem kommt man dieses Jahr nicht umhin sich mit einem allseits gegenwärtigen Thema auseinanderzusetzen: der Corona-Schutzimpfung und ihre Wirkung gegen die Varianten.

Impftermin verschieben bei Pollenallergie?

Wenn man noch nicht zu den Geimpften zählt, sehr wohl aber zu den Pollengeplagten, dann hat man sich sicherlich bereits eine Frage gestellt: Kann man seinen Impftermin trotz Allergiesymptomen wahrnehmen?

Hat man doch recht häufig in der jüngsten Vergangenheit gehört, dass allergische Reaktionen auf die unterschiedlichen Covid-19-Vakzine auftreten können, aber relativ selten sind. Doch wer möchte nicht auf Nummer sicher gehen, wenn es um den eigenen Körper und die Verträglichkeit geht?

Zudem sind richtig starke Pollenallergiker:innen selten von ihrem Leid befreit, da Bäume und Gräser zu unterschiedlichen Zeiten blühen und laut Pollenkalender beinahe das ganze Jahr abdecken. Mal etwas mehr, dann wieder etwas weniger. Tipps um Allergene im Umfeld zu reduzieren, sind dabei aber trotzdem immer praktisch.

Allergiker:innen profitieren zwar von dem Mund- und Nasenschutz, den die Pandemie mit sich bringt, doch viele fragen sich, ob sie trotz Allergiesymptomen überhaupt ihren Impftermin wahrnehmen sollten.

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Bei Allergien gegen Pollen, Milben und Staub beispielsweise gibt es keine Bedenken.  Ivan Diaz@Unsplash

Die Art der Allergie ist entscheidend

Um in den Tiefen des Internets auch eine korrekte Antwort auf diese Frage zu finden, hat der Allergieinformationsdienst Deutschland die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Dabei kommt man auch auf ein Diagramm, das das Robert-Koch-Institut zusammen mit dem Paul-Ehrlich-Institut und allergologischen Fachgesellschaften erstellt hat. Dieses erklärt mit einem Blick, ob man die Covid-19-Impfung als Allergiker:in wahrnehmen kann.

In erster Linie ist wichtig, welche Art von Allergiker:in man überhaupt ist. Handelt es sich bei der Allergie um Pollen, Staub, Milben ist nichts zu befürchten. Auch bei kontrolliertem Asthma, Heuschnupfen und Lebensmittel- sowie Medikamentenallergien darf man durchatmen. Impfen und fünfzehn Minuten zur Nachbeobachtung warten.

Allergien auf Medikamente und andere Impfstoffe

Anders sieht es mit schweren Allergien auf Medikamente oder andere Impfstoffe aus. Auch wenn bereits eine ärztlich behandelte Anaphylaxie vorliegt, wird eine besondere Beobachtung empfohlen und in bestimmten Fällen von mRNA-Impfungen abgeraten.

Hierbei aber am besten seinen Arzt oder seine Ärztin zu Rate ziehen. Wie hoch das Risiko für schwere allergische Reaktionen beispielsweise auf den Moderna-Impfstoff ist, könnt ihr in diesem weiterführenden Artikel erfahren. Vieles hängt auch von Patient:innen ab, so ist auch bei den mRNA-Impfstoffen eine Thrombosegefahr bereits nachgewiesen worden.