Post-Covid-Syndrom: Patienten mit milden Symptomen leiden häufig an diesen Spätfolgen

Viele Patientinnen und Patienten, die sich von einer Corona-Erkrankung erholen, leiden noch lange unter den Spätfolgen. Davon können auch Menschen betroffen sein, deren Krankheit asymptomatisch verlaufen ist.

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Ist die akute Corona-Erkrankung erst einmal überwunden, heißt es: Aufatmen für die Betroffenen. Doch viele leiden auch lange danach noch unter den Spätfolgen. Mediziner bezeichnen diese als Long-Covid oder Post-Covid-Syndrom.

Patienten leiden unter geringer Belastbarkeit und Kurzatmigkeit

Die häufigsten Symptome, die nach einer Corona-Infektion auftreten sind Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen sowie Riech- und Geschmacksstörungen.

Kathrin Reetz ist Ärztin an der Neurologischen Klinik der Technischen Hochschule Aachen und erklärt gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, was Patienten häufig berichten:

Aus unserer Sprechstunde wissen wir, dass auch häufig von einer emotionalen Unausgeglichenheit berichtet wird. Viele sagen, sie seien einfach anders und nicht mehr so belastbar.
Ärzte bieten vermehrt Sprechstunden an, um über die Langzeitbeschwerden zu sprechen.  Edward Jenner@Pexels

Unikliniken bieten spezielle Sprechstunden an

Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf sind häufig von den Spätfolgen betroffen. Diese können aber auch bei Menschen auftreten, die während ihrer Erkrankung nur leichte oder gar keine Symptome aufgewiesen haben.

Für alle Betroffenen bieten viele Universitätskliniken besondere Sprechstunden an, erklärt die Neurologin, um über ihre Beschwerden zu sprechen und um professionelle Hilfe zu bekommen:

Das ist wichtig, da es durchaus auch zu Unterschieden zwischen der eigenen Wahrnehmung der Beschwerden und der Objektivierung dieser kommen kann. Nach der Einordnung der Beschwerden, kann dann gegebenenfalls auch eine Therapie erfolgen.

Wie lange und wie stark Patient:innen unter dem Long-Covid-Syndrom leiden, ist ganz unterschiedlich. Hier fehlen Langzeitstudien, um das Phänomen genauer einordnen zu können. Ansteckend sind diese Menschen aber nicht mehr.