Post-Covid-Syndrom: Patienten mit milden Symptomen leiden häufig an diesen Spätfolgen
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Post-Covid-Syndrom: Patienten mit milden Symptomen leiden häufig an diesen Spätfolgen

Von Maximilian Vogel

Viele Patienten, die sich von einer Corona-Erkrankung erholen, leiden noch lange unter den Spätfolgen. Davon können auch Menschen betroffen sein, die nur milde oder gar keine Symptome aufgewiesen haben. Mehr dazu erfahrt ihr hier.

Ist die akute Corona-Erkrankung erst einmal überwunden, heißt es aufatmen für die Betroffenen. Doch viele leiden auch lange danach noch unter den Spätfolgen. Mediziner bezeichnen diese als Long-Covid oder Post-Covid-Syndrom.

Patienten leiden unter geringer Belastbarkeit und Kurzatmigkeit

Die häufigsten Symptome, die nach einer Corona-Infektion auftreten sind Kurzatmigkeit, Müdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen, Konzentrationsstörungen sowie Riech- und Geschmacksstörungen.

Kathrin Reetz ist Ärztin an der Neurologischen Klinik der Technischen Hochschule Aachen und erklärt gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger, was Patienten häufig berichten:

Aus unserer Sprechstunde wissen wir, dass auch häufig von einer emotionalen Unausgeglichenheit berichtet wird. Viele sagen, sie seien einfach anders und nicht mehr so belastbar.
Ärzte bieten vermehrt Sprechstunden an, um über die Langzeitbeschwerden zu sprechen.  Edward Jenner@Pexels

Unikliniken bieten spezielle Sprechstunden an

Bisher seien zwar vor allem Patienten mit einem schweren Krankheitsverlauf von den Spätfolgen betroffen. Sie können aber auch bei Menschen auftreten, die während ihrer Erkrankung nur leichte oder gar keine Symptome aufgewiesen haben. Kathrin Reetz schätzt die Zahl auf zehn bis zwanzig Prozent.

Für alle Betroffenen bieten viele Universitätskliniken mittlerweile besondere Sprechstunden an, erklärt die Neurologin, um über ihre Beschwerden zu sprechen und um professionelle Hilfe zu bekommen:

Das ist wichtig, da es durchaus auch zu Unterschieden zwischen der eigenen Wahrnehmung der Beschwerden und der Objektivierung dieser kommen kann. Nach der Einordnung der Beschwerden, kann dann gegebenenfalls auch eine Therapie erfolgen.

Wie lange und wie stark Patienten unter dem Long-Covid-Syndrom leiden, ist ganz unterschiedlich. Hier fehlen Langzeitstudien, um das Phänomen genauer einordnen zu können. Ansteckend sind die Menschen aber nicht mehr.


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