Schleimfischer-Syndrom: Aus diesem Grund solltet ihr die schwarzen Fäden im Auge nicht entfernen

Selbst diejenigen unter uns, die morgens lieber länger ausschlafen, als sich zu schminken, schaffen es gerade noch so, zum Mascara zu greifen. Leider zaubert das Beauty-Produkt nicht nur schwungvolle Wimpern, sondern manchmal auch schwarze Fäden in den Augen, die einfach nicht verschwinden wollen. Wir erklären euch, was dahintersteckt.

Wer sich brav am Abend vor dem Zubettgehen abschminkt, kennt das Phänomen vielleicht: Ihr wollt euer Make-up entfernen und bemerkt eine fadenartige Substanz in eurem Auge. Jetzt gilt vor allem eins: Bloß nicht daran ziehen, ihr könntet nämlich am Schleimfischer-Syndrom (auch bekannt als Mucus-Fishing-Syndrom) leiden; das Entfernen mit Wattestäbchen und Co. macht das noch viel schlimmer.

Mascara färbt das Sekret schwarz

Dr. Anthony Youn warnt seine Follower auf TikTok eindringlich davor, die schwarzen Fäden aus den Augen herauszufischen:

Das nennt man Schleimfischer-Syndrom und das ist Schleim, den man aus dem Augenlid zieht. Je mehr ihr zieht, desto mehr kommt zurück. Der Schleim ist wegen der Wimperntusche dunkel geworden, es ist kein Stück Haar.

Das Entfernen mittels des Fingers oder eines Wattestäbchens, das auch in den Ohren besser nichts zu suchen hat, sei nicht zu empfehlen, da beides in den seltensten Fällen steril ist. Außerdem sorgt das Beseitigen des Schleims dafür, dass mehr davon produziert wird und so geht das Spiel immer weiter.

Ursachen hinter den Fäden

Die Ursachen für die Schleimfäden sind vielfältig. Schuld an der Entstehung kann eine Bindehautentzündung sein, aber auch eine Entzündung der Augenlider oder trockene Augen (der Fachbegriff hierfür lautet Keratokonjunktivitis sicca) können zu dem Syndrom führen.

Die Optometristin Roshni Patel hat laut Sun ein paar Tipps für alle jene parat, die vor allem zu trockene Augen in der kalten Jahreszeit vermeiden möchten:

Einige Möglichkeiten, die Auswirkungen trockener Augen im Winter zu bekämpfen, sind die Verwendung von rezeptfreien künstlichen Tränen, um die Symptome trockener Augen zu behandeln. Eine weitere Möglichkeit, trockene Augen im Winter zu bekämpfen, besteht darin, auf eine Brille statt auf Kontaktlinsen umzusteigen und in einen Luftbefeuchter zu investieren.

Falls ihr meint, betroffen zu sein, wendet euch am besten an euren Hausarzt oder eure Hausärztin. Das Symptom kann durch kalte und warme Kompressen behandelt werden, in manchen Fällen kommt es aber auch zur Verschreibung von Antibiotika, die während der Corona-Pandemie leider viel zu oft eingesetzt werden, oder Augentropfen.

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