Schwangere wird wegen Lockdown in Irland festgehalten, doch das rettet ihrem Baby das Leben

Eigentlich wollte sie nur ihre Schwester besuchen und vor der Geburt ihres Kindes wieder zurück auf Mauritius in ihrer Heimat sein, doch dann kommt der Lockdown dazwischen...

Schwangere wird wegen Lockdown in Irland festgehalten, doch das rettet ihrem Baby das Leben
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Seit März ist die Mauritianerin Gimee Etwarysing in Irland gestrandet. Was nur ein kurzer Besuch bei ihrer Schwester hätte sein sollen, ist mittlerweile zu einem monatelangen Aufenthalt geworden. In der Zwischenzeit ist viel passiert, denn Gimee hat ihre Tochter Leah zur Welt gebracht.

Corona kommt ihrer Schwangerschaft in die Quere  Pierre Ogeron@Getty Images

"Alles, was ich wollte, war nach Hause zurückzukehren, aber ich konnte nicht"

Das war so wirklich nicht geplant und die junge Mutter hatte sich die Geburt ihres ersten Kindes ganz anders und vor allem mit ihrem Partner vorgestellt. Dieser ist jedoch in ihrer Heimat Mauritius und genau wie ihr Vater bang vor Sorge. Sie berichtet:

Es war so beängstigend. Ich hatte Angst um das Baby. Alles, was ich wollte war eine sichere Schwangerschaft und ich machte mir Sorgen um das Baby und um mich. Alles, was ich wollte, war nach Hause zurückzukehren, aber ich konnte nicht.

Doch dann zeigt sich bei einer Untersuchung in der 21. Schwangerschaftswoche, dass ihr Baby nicht mehr wie gewohnt wächst und sofort steht fest, dass Gimee unabhängig vom Lockdown in Irland bleiben muss. Doch zum Glück hat sie sich nicht mir Corona infiziert, wie diese schwangere Frau, denn ein Fall hat bereits ergeben, dass das Baby Antikörper zu Covid-19 nach der Geburt im Körper trägt.

Hohe Kosten und eine komplizierte Schwangerschaft

Die Entscheidung ist allerdings keine leichte, denn durch die Krankenhausaufenthalte und die Visaverlängerungen kommen einige Kosten auf die werdende Mama zu, die sie alle von ihren Ersparnissen bezahlt.

Zum Glück ist sie nicht alleine in dem fremden Land, sondern bekommt die Unterstützung ihrer Schwester und deren gesamter Familie. Und diese kann sie mehr als gebrauchen, denn in ihrer Schwangerschaft kommt es zu einigen Komplikationen und schließlich muss ihre Tochter per Notkaiserschnitt zur Welt gebracht werden.

Weihnachten auf Mauritius?

Mittlerweile fühlen sich Gimee und ihre Tochter Leah in Irland schon fast wie zu Hause und die Kinder von Gimees Schwester haben ihre Cousine fest ins Herz geschlossen.

Noch kann Gimee wegen des Kaiserschnitts nicht reisen, doch sie hofft, zumindest Weihnachten nach Hause zurückzukehren, damit Leah endlich ihren Papa und ihre Großeltern kennenlernen kann.

Allerdings kann sie sich durchaus vorstellen, Leah später einmal, vielleicht sogar zum Studium, wieder nach Irland zu bringen, denn schließlich haben auch die guten irischen Ärzte dazu beigetragen, dass Leah und Gimee die komplizierte Schwangerschaft unbeschadet überstanden haben. Für manche hat der Lockdown offensichtlich auch etwas Gutes.