Corona: Wissenschaftler finden größten Risikofaktor für schwere Verläufe

Das Coronavirus stellt die Wissenschaft seit knapp eineinhalb Jahren vor viele Rätsel. Nun scheinen Forschende einem dieser Rätsel auf die Spur gekommen zu sein ... Und zwar geht es um die Ursache schwerer Krankheitsverläufe.

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Wie kann es sein, dass nicht nur Menschen mit geschwächtem Immunsystem schwer an Covid-19 erkranken, sondern auch Menschen jeden Alters, die sich sonst bester Gesundheit erfreuen?

Diese Frage treibt die Wissenschaft seit Ausbruch der Pandemie um. Nun ist man des Rätsels Lösung wohl einen Schritt nähergekommen, denn Forschenden ist es gelungen, den Hauptrisikofaktor einer schweren Infektion zu identifizieren.

Blutzucker im Verdacht

Um zu diesem vielversprechenden Ergebnis zu kommen, haben die Forschenden mithilfe von künstlicher Intelligenz und anhand von 240.000 Studien unterschiedliche Risikofaktoren untersucht.

Wie sich dabei herausstellte, ist vor allem ein Faktor dafür verantwortlich, dass auch sonst gesunde Menschen schwere Covid-19-Verläufe entwickeln. Und das ist ein erhöhter Blutzuckerspiegel.

Ein echter Übeltäter

Die Forschenden fanden heraus, dass erhöhte chronische Blutzuckerwerte den Schweregrad der Infektion stark verschlechtern und sogar zum Tod führen können.

Grund dafür ist, dass das Virus durch die erhöhten Blutzuckerwerte dem Immunsystem besser entkommen und so leichter in die menschlichen Körperzellen eindringen kann. Auch danach unterstützt ein erhöhter Blutzuckerspiegel die Ausbreitung des Virus und die Entzündungsreaktion im Körper.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Diese Erkenntnis könne bei künftigen Behandlungen helfen und mache zudem deutlich, wie wichtig es sei, seinen Blutzuckerspiegel immer im Auge zu behalten, um rechtzeitig reagieren zu können und schlimmere Folgen zu vermeiden.

Eine gesunde Ernährung und körperliche Betätigung senken den Blutzuckerspiegel und reduzieren so die Gefahr von Folgeschäden. Außerdem sollte man Stress vermeiden, so die Forschenden.