Seltsame Esssucht: Mutter verspeist flaschenweise Beautyprodukt
Seltsame Esssucht: Mutter verspeist flaschenweise Beautyprodukt
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Seltsame Esssucht: Mutter verspeist flaschenweise Beautyprodukt

Eine fünffache Mutter gibt eine eigenartige Sucht zu: Seit der Geburt ihres fünften Kindes hat sie begonnen, ein Beautyprodukt zu verzehren und wird süchtig danach. Doch diese seltsame Angewohnheit ist ganz schön kostspielig...

Eine 44-jährige Mutter gibt ihre heimliche Sucht zu, um endlich Hilfe zu bekommen. Seit der Geburt ihres fünften Kindes hat ihre seltsame Sucht ergriffen - mittlerweile leidet sie seit 15 Jahren am Pica-Syndrom. Diese Essstörung äußert sich darin, dass die Patienten Nicht-Essbares verzehren. Während manche Menschen dabei Steine oder ihre eigenen Haare essen, wird die Frau süchtig nach Talk.

Pica-Syndrom

Vor 15 Jahren hat ihre Sucht begonnen, als die Frau plötzlich dem Bedürfnis nachgibt, das Babypuder ihres Sohnes zu essen. Mittlerweile ist es sogar so schlimm, dass sie alle 30 Minuten den Talk von ihrem Handrücken verzehrt und auf diese Weise bis zu ein ganzes Fläschchen pro Tag zu sich nimmt!

Das kommt ihr ziemlich teuer - schließlich isst sie nicht jedes Puder, sondern vor allem hat es ihr das Johnson Babypuder angetan, das um die 10 Euro pro Fläschchen kostet. Bis zu 9.000 dürfte sie ihre seltsame Sucht bereits gekostet haben. Doch abgesehen vom Geld, ist diese Essstörung ziemlich gefährlich für ihre Gesundheit.

Eingeatmet oder verzehrt ist Talk sogar giftig. Guilherme Gomes / Pixabay

Talkpuder ist in den letzten Jahren in Verruf gekommen, da es möglicherweise bei jahrelangem Gebrauch auf der Haut bei Frauen Krebs auslösen könnte. Laut Daily Mail musste die Marke Johnson & Johnson an über zwanzig Frauen Entschädigung zahlen, die nach dem Gebrauch des Babypuders an Eierstockkrebs erkrankt seien. Eingeatmet oder verzehrt ist das Puder außerdem giftig. Trotzdem verzehrt diese Frau flaschenweise den Talk.

Was macht sie so süchtig danach?

Gegenüber der Daily Mail gesteht die 44-jährige Lisa Anderson, dass es der seifige Geschmack ist, der sie süchtig macht. Immer schon war sie von dem pudrigen Geruch umgeben. Nach dem Duschen habe sie sich selbst gerne eingepudert, auch ihre Kinder.

Dann ist jedoch eines Tages der Pudergeruch so stark, dass sie das Bedürfnis überkommt, den Talk abzuschlecken. Seitdem kann sie nicht mehr ohne den seifigen Geschmack im Mund. Doch sie isst das Puder nur zu Hause - wenn sie hinausgeht, versucht sie ihre Sucht mit Minz-Kaugummis zu befriedigen. Das Geheimnis um ihre Sucht deckt ihr Partner auf, der sich fragt, warum sie andauernd ins Badezimmer verschwindet.

Nach intensiver Recherche hat sich Lisa nun Hilfe gesucht. Sie geht mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit, um anderen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind, falls sie auch am Pica-Syndrom leiden.

Von Maximilian Vogel

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