Sie misstraut ihren Ärzten und zeichnet heimlich ihre OP auf. Ihre Aufnahmen sind schockierend

Sie misstraut ihren Ärzten und zeichnet heimlich ihre OP auf. Ihre Aufnahmen sind schockierend

Ethel Easter wird von ihren Ärzten nicht ernst genommen. Deshalb schummelt sie einen Rekorder mit in den OP-Saal. Was die Ärzte während der OP über ihre Patientin sagen, lässt ihr das Blut in den Adern gefrieren.

Ethel Easter will nichts anderes, als von einem Arzt medizinisch versorgt zu werden. Ein Hiatushernie (Anm. d. R.: Zwerchfellbruch) hat dazu geführt, dass sie innerhalb von 24 Stunden mehr als hundert Bauchkrämpfe erleidet, ihr Magen gequetscht wird und sie sogar Blut in ihrem Urin findet. Die Schmerzen sind unerträglich, also betet Ethel, dass eine Operation so schnell wie möglich eingeplant werden kann.

Der Arzt, der sie im Lyndon B. Johnson Hospital in Houston, Texas, operieren soll, befindet die Beschwerden seiner Patientin als nicht sehr dringlich. Er sagt der 44-Jährigen, dass sie zwei Monate warten müsse, und Ethel bricht in Tränen aus. Von Anfang an ist Ethel beunruhigt und traut ihrem eigenen Chirurgen nicht über den Weg, aber sie hat zu starke Schmerzen, um die Operation abzusagen. Dann hat sie eine Idee: Sie will die Operation durchführen lassen, aber sie will einen Rekorder in den Operationssaal schmuggeln, damit ihre Familie weiß, was mit ihr passiert, falls etwas schief geht. Sie hat schließlich so ein schlechtes Gefühl vor der OP gehabt und traut ihrem Arzt kein Stück.

Der Audiorekorder hat die Größe eines USB-Laufwerks. Damals hat Ethel Extensions in ihr Haar geflochten. Als sie ihr OP-Hemd anzieht, bindet sie ihr Haar zu einem Pferdeschwanz und steckt den Rekorder hinein. Ihre OP verläuft ohne Komplikationen und im Nachhinein hört Ethel sich an, was die Ärzte während der OP besprochen haben und ist schockiert.

Die Ärzte lästern über sie 

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Während der Operation lästern die Ärzte lautstark über die Patientin, die gerade bewusstlos auf dem Operationstisch vor ihnen liegt. Sie lästern darüber, dass Ethel eine Wichtigtuerin sei und ihre Probleme dramatisiere: „Sie ist echt schwierig - sie hat uns beschimpft, als sie keinen Termin innerhalb der nächsten zwei Wochen bekam. So etwas sagt man besser nicht zu der Person, von der man operiert wird!“ Außerdem lästern die Doktoren über das Übergewicht ihrer Patientin.

Ethel hätte jetzt natürlich allen Grund dazu, den Chirurgen zu verklagen. Das liegt ihr aber fern, wie die Washington Post berichtet. Stattdessen möchte sie mit ihrer Geschichte darauf aufmerksam machen, wie wenig Respekt manche Menschen doch haben und dass ein bisschen mehr Mitgefühl und das Ernstnehmen von Beschwerden bei Ärzten sicher nicht schaden können.

• Juliane Kretsch-Oppenhovel
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