Studie bestätigt: Diese Personengruppe ist monatelang mit Corona ansteckend!
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Studie bestätigt: Diese Personengruppe ist monatelang mit Corona ansteckend!

Von Maximilian Vogel

Eine neue Studie aus New York kommt zu besorgniserregenden Ergebnissen. Denen zufolge sind Menschen mit Immunschwäche oder Immunsuppression deutlich länger ansteckend.

Obwohl die Entwicklung der Covid-Impfstoffe immer weiter voranschreitet, bereitet das Coronavirus, nach wie vor auf der ganzen Welt mit erschreckend hohen Infektionszahlen Angst und Sorgen. Die neue Studie der Icahn School of Medicin in New York ändert daran wenig - im Gegenteil!

Viel länger ansteckend

Die Onkologen der Icahn School of Medicine untersuchten für ihre imNew England Journal of Medicineerschienene Studie 20 Krebspatienten, die sich mit Covid-19 infiziert hatten. Sie alle hatten infolge ihrer Therapie ein geschwächtes Immunsystem.

Mithilfe von Abstrichen fanden die Wissenschaftler heraus, dass selbst 61 Tage nach Infektionsbeginn noch infektiöse Viren in den Patienten nachweisbar waren. Tests auf die virale RNA des Coronavirus fielen in manchen Fällen sogar noch 78 Tage nach Auftreten der ersten Symptome positiv aus.

Stärkerer Krankheitsverlauf

Besorgniserregende Ergebnisse, da die Ansteckungsfähigkeit bei mildem Krankheitsverlauf ohne Immunschwäche für gewöhnlich innerhalb von zehn Tagen deutlich zurückgeht.

Das bedeutet, dass Menschen mit Immunschwäche oder Immunsuppression deutlich länger ansteckend sein können. Im Rahmen der Studie zeigte sich auch, dass der Krankheitsverlauf einer Covid-Infektion in diesen Fällen meist deutlich stärker ausfällt.

Immungeschwächte Personen haben meist einen schwereren Corona-Verlauf und sind länger ansteckend...  SimonSkafar@Getty Images

Zu schwach, um Antikörper zu bilden

Bei einer Immunsuppression wird das Immunsystem durch eine Therapie oder starke Belastung unterdrückt beziehungsweise geschwächt. Im Falle von Organtransplantationen wird dies häufig gezielt durchgeführt, um zu verhindern, dass der Körper fremde Organe abstößt.

So auch im Falle von Stammzelltherapien zur Krebsbehandlung. Die Studie zeigt, dass das Immunsystem der Probanden durch die Therapie so geschwächt ist, dass keine Antikörper gegen das Coronavirus gebildet werden können.

Win-Win-Therapie

Aufgrund der geringen Probandenzahl sind weitere Nachforschungen notwendig, um die Ergebnisse der New Yorker Wissenschaftler zu bekräftigen. Allerdings gibt es schon jetzt mehrere vielversprechende Studien, die darauf hinweisen, dass die Medizin in der Behandlung von Covid-19 Nutzen aus der Krebstherapie ziehen könnte und umgekehrt.


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