Studie klärt auf: Ist Milch gesund?

Kindern wird gepredigt, dass sie viel Milch trinken sollen, um ihre Zähne und Knochen zu schützen. Aber stimmt das wirklich?

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Wenn es um den Verzehr von Milch geht, scheiden sich die Geister: Die einen lieben sie, die anderen hassen sie. Manche sagen, Milch sei gesund und gut für die Knochen, andere wiederum kritisieren, dass sich darin Krankheitserreger schnell vermehren können. Eine Studie aus Australien klärt auf.

Es kommt auf das Milchfett an

Nicht von der Hand zu weisen ist, dass Milch reich an Energien wie Fett und Zucker, Eiweiß und zahlreichen Vitaminen und Mineralien wie Kalzium ist. Durch den Verzehr von Joghurt, Sahne, Butter oder Käse nehmen wir außerdem Milch zu uns. Ist das gesund? Um das herauszufinden, haben Forscher von der University of New South Wales in Sydney den Milchkonsum genauer gesagt den Milchfettkonsum von 4.150 schwedischen 60-Jährigen im Zeitraum von 16 Jahren untersucht.

Dafür haben sie den Anteil der Fettsäure Pentadecansäure, die hauptsächlich in Milchprodukten vorkommt, gemessen und sind zu einem überraschenden Ergebnis gekommen: Je höher der Gehalt dieser Fettsäure, desto geringer war das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung. Wer also viel Milchfett konsumiert, verringert die Wahrscheinlichkeit einer Herzschwäche, Herzrhythmusstörung, eines Schlaganfalls oder Herzinfarkts. Der Vergleich mit ähnlichen Studien aus dem Ausland bestätigt die Ergebnisse aus Sydney.

Einen Schwachpunkt gibt es

Allerdings hakt die Studie an einer Stelle: Der untersuchte Gehalt der Pentadecansäure gibt keine Rückschlüsse auf die verzehrten Lebensmittel. Es ist also nicht klar, ob die Studienteilnehmer viel Milch getrunken, Joghurt oder Käse gegessen haben, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.