Corona-Studie: Vegane Ernährung wappnet gegen schwere Verläufe!
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Studie: Vegane Ernährung kann vor schwerem Covid-Verlauf schützen

Eine Studie, die sich mit dem Zusammenhang von Ernährung und dem Schweregrad der Covid-19-Infektion beschäftigt, hat herausgefunden, dass vegan und vegetarisch lebende Menschen bessere Überlebenschancen haben.

Eine neue Studie hat herausgefunden, dass vegane, vegetarische und sogar pescetarische Ernährung vor schweren Covid-19-Verläufen schützen kann. Anders sieht es bei einer fleischlastigen Ernährung aus.

Pflanzenbasierte Ernährung schützt vor Covid-19

Die in der Fachzeitschrift The BMJ Nutrition, Prevention and Health erschienene Studie basiert auf einer Internetumfrage zur Ernährung und dem Schweregrad der Covid-19-Infektion.

568 der Teilnehmenden hatten Covid, 2.316 dagegen nicht. Von den Infizierten gaben 138 an, mittelschwere bis schwere Symptome gehabt zu haben.

430 wiesen nur milde oder sogar sehr milde Infektionserscheinungen. Anschließend wurden die Teilnehmenden zu ihrer Ernährung im Jahr vor der Infektion befragt, wobei sie aus 11 Optionen wählen konnten:

  • Vollwertkost, pflanzliche Ernährung (vegan)
  • Keto
  • Vegetarisch
  • Mediterran
  • Pescetarisch
  • Paleo
  • Low-Carb
  • Fettarm
  • Proteinreich
  • Sonstiges
  • Keine der oben genannten

41 der Teilnehmenden, die eine Covid-Infektion hinter sich hatten, gaben an, sich pflanzlich ernährt zu haben, 46 haben sich pflanzlich oder pescetarisch ernährt.

Aus der Studie geht hervor, dass Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, zu 73% keinen schweren Covid-19-Verlauf haben. Pescetarier sind zu 59% weniger betroffen als Fleischessende. Autoren der Studie erklären:

In sechs Ländern wird eine pflanzen- oder fischbasierte Ernährung mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit von mittelschwerem bis schwerem Covid-19 in Verbindung gebracht.

Gibt es eine Verbindung zwischen der Ernährung und dem Coronavirus?

Seit Jahren wird bereits erforscht, inwiefern die Ernährung Krankheitsbilder beeinflussen kann. Doch ein Zusammenhang zwischen der Ernährung und dem Coronavirus kann noch nicht garantiert werden.

Dafür sind weitere Studien nötig. Professor Gunter Kuhnle, Ernährungs- und Lebensmittelwissenschaftler von der University of Reading, erklärt gegenüber The Independent:

Die Studie ist ein Ansatz, diese Frage zu klären, doch es gibt noch eine Reihe von Einschränkungen, die berücksichtigt werden müssen: Die Studie beruht gänzlich auf Selbsteinschätzungen und viele Daten haben gezeigt, dass Selbsteinschätzungen zur Ernährung nicht verlässlich sind.

Kuhnle erklärt weiter, dass die Frage nach der Ernährung in Bezug auf eine Covid-Infektion zu Fehlangaben führen könnte.

Insbesondere bei Patienten, die an einer potentiellen Verbindung zwischen Ernährung und Erkrankung interessiert sind. Außerdem kann sich die regionale Küche stark unterscheiden.

Während Kuhnles Einwand weitere Nachforschungen erfordert, um den positiven Einfluss einer pflanzlichen Ernährung nachzuweisen, gibt es keinerlei Hinweis darauf, dass eine pflanzenbasierte Ernährung schädlich für die Gesundheit sein könnte.


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