Totimpfstoffe: Wird Valneva der erste seiner Art in Deutschland?

Eine neue Generation der Corona-Impfstoffe ist auf dem Vormarsch! Der vielversprechende Impfstoff Valneva basiert auf abgetöteten Viren. Der französisch-österreichische Pharmakonzern erhofft sich eine Wirksamkeit von über 80 %.

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Eine weitere Waffe gegen Covid-19. Das französisch-österreichische Unternehmen Valneva gab am Montag bekannt, dass es einen Antrag auf Zulassung seines neuen Impfstoffs gegen Covid-19 bei den britischen Gesundheitsbehörden eingereicht hat. Diese Nachricht kommt etwas mehr als ein Jahr nach den ersten Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich, welches bis heute 100 Millionen Dosen für die Jahre 2021 und 2022 bestellt hat.

Was wissen wir bis jetzt über den neuen Impfstoff?

"Wir haben sehr früh Gespräche mit den französischen Behörden aufgenommen, aber die britische Regierung war die erste, die uns einen vollständigen Vorschlag unterbreitete", erklärte Franck Grimaud, der Geschäftsführer von Valneva, im vergangenen Sommer gegenüber L'Express.

Die Europäische Kommission hat vergangenen Januar verkündet, einen Kauf von 60 Millionen Valneva-Dosen in Betracht zu ziehen. "Die Gespräche mit der Europäischen Union dauern noch an", erklärte Franck Grimaud. So hoffe das Unternehmen, "dass ihm bis Ende 2021 eine Erstzulassung für das Vakzin in Großbritannien erteilt werden könnte".

Der Hoffnungsträger könnte schon im Herbst zugelassen werden

Die entsprechenden Tests sind noch in vollem Gange. "VLA2001 wird derzeit in Großbritannien im Rahmen einer zulassungsrelevanten Phase-3-Studie getestet, deren erste Ergebnisse Ende 2021 erwartet werden", erklärte das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Valneva beginnt zudem Anfang August in Neuseeland mit "einer ergänzenden Studie" an Personen über 56 Jahren.

Es handelt sich um einen inaktivierten Impfstoff. Seine Technologie ist bewährter als die der bereits in der Europäischen Union zugelassenen Impfstoffe: Pfizer-BioNTech und Moderna, bei denen es sich um mRNA-Impfstoffe handelt, sowie AstraZeneca und Johnson & Johnson, zwei vektorbasierte Impfstoffe. Die Produktion findet in Schottland, die Abfüllung in Schweden statt. Am Wiener Standort wird geforscht. Wenn alles gut geht, geht der neue Hoffnungsträger bereits im Herbst auf den Markt. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die Phase-3-Studien erfolgreich sind.