TV-Sendung hat besondere Idee, um trauernde Mutter zu trösten
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TV-Sendung hat besondere Idee, um trauernde Mutter zu trösten

2016 verstirbt ihre Tochter mit nur sieben Jahren. Doch dann macht eine südkoreanische TV-Sendung das Unmögliche möglich: Sie vereint die Mutter mit ihrer verstorbenen Tochter.

Wir verarbeiten Trauer ganz unterschiedlich: Manche Menschen klammern sich an Worte und Momente der Verstorbenen fest, während andere sie in Gemeinschaft überwinden. Doch egal, welchen Weg man für sich findet, mit der Trauer umzugehen: Sie tut in jedem Fall sehr weh.

Sendung mit virtueller Realität

Die südkoreanische TV-Sendung Ich treffe dich hat sich ein ganz neues Konzept überlegt: Mithilfe einer Virtual-Reality-Brille treffen sie auf ihre Angehörigen. Die Daily Mailberichtet jetzt über eine Episode, in der eine Mutter ihre siebenjährige verstorbene Tochter Nayeon wiedersieht. Doch das Konzept ist höchst umstritten.

In der Sendung soll die trauernde Mutter die VR-Brille aufsetzen, während ihr Mann und ihre gemeinsamen Kinder ihr dabei zusehen. Alle Beteiligten warten gespannt und die Stimmung ist emotional aufgeladen. Dann setzt Mutter Jang Ji-sung die VR-Brille tatsächlich auf.

Und die Reaktion kann nicht mehr Gänsehaut hervorrufen, wie es die Situation bereits tut: Sie kann es nicht fassen, als sie ihre siebenjährige Tochter plötzlich wiedersieht. Das Mädchen wartet in einem Garten auf ihre Mutter. Der Familie, die der Mutter bei dem Experiment zuschaut, haben Tränen in den Augen.

Jang Ji-sung singt, spielt und redet unterdessen mit ihrer Tochter, sie feiern sogar Geburtstag. Die Mama wird von ihren Gefühlen übermannt und auch ihr kullern Tränen die Wangen hinab.

Ein seliger Moment, der leider nur kurz anhält. Niccoló Pontigia / EyeEm@Getty Images

Experten kritisieren die Show

Der traurigste Moment ist jedoch der, als Nayeon ihre Mutter fragt: "Mami, du kannst sehen, dass ich keine Schmerzen mehr habe, oder?" Am Ende der VR-Erfahrung bringt die Mutter ihre Tochter ins Bett, liest ihr ein letztes Mal eine Geschichte vor. Anschließend verwandelt sich das Kind in einen Schmetterling.

Wie die Daily Mail berichtet, warnen Experten vor solch einem radikalen psychologischen Experiment. Man wisse nicht, was solche Erfahrungen in den trauernden Hinterbliebenen auslöse.

Außerdem kritisieren sie die Kommerzialisierung von Trauer zugunsten der Einschaltquoten im TV. Auch die Folgen für die Zuschauer seien vor der Ausstrahlung nur schwer einzuschätzen.

Bei einer OP hingegen bringt die virtuelle Realität einen großen Vorteil. Vor allem bei Kindern ist diese Methode eine willkommene Lösung, um die Vollnarkose zu umgehen.

Von Maximilian Vogel

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