Unterschied zwischen trockener und dehydrierter Haut: So könnt ihr sie behandeln

Diese Begriffe mögen wie ein und dasselbe erscheinen, aber wenn es um Hautpflege geht, bedeuten "trocken" und "dehydriert" sehr unterschiedliche Dinge.

Es ist leicht, sich zwischen all den verschiedenen Begriffen für Hautpflege und -behandlung zu verirren. Einige, wie "dehydriert" und "trocken", klingen genau gleich. Diese beiden Begriffe haben unterschiedliche Bedeutungen. Welcher davon auf Sie zutrifft, kann Ihre Hautpflege verändern.

Was ist der Unterschied zwischen trockener und dehydrierter Haut?

Kurz gesagt: Trockene Haut ist ein Hauttyp, während dehydrierte Haut ein Hautzustand ist.

Trockene Haut

Trockene Haut ist ebenso wie fettige, normale und Mischhaut ein Hauttyp und hängt mit der Talgproduktion der Haut zusammen. Talg ist eine Kombination aus Ölen, Lipiden, Wachs und Zucker, die die natürliche Feuchtigkeitsbarriere bilden und die Haut vor Wasserverlust schützen.

Um euren Hauttyp zu ermitteln, wascht euer Gesicht nur mit Wasser und tupft es sanft trocken. Wenn ihr typischerweise trockene Haut habt, werdet ihr nach ein paar Stunden feststellen, dass eure Haut:

  • fest ist
  • sich rau anfühlt
  • winzige Poren aufweist
  • schuppende Haut oder rote Flecken hat

Euer Hauttyp kann sich im Laufe Ihres Lebens verändern und wird nicht nur von eurer Talgproduktion, sondern auch von euren Genen und der Umwelt stark beeinflusst.

thumbnail
Getty Images

Dehydrierte Haut

Von dehydrierter Haut spricht man hingegen, wenn die oberste Hautschicht (das sogenannte Stratum corneum) zu wenig Wasser enthält. Dieser Wasserverlust kann durch eine Reihe von Faktoren verursacht werden.

Zum Beispiel durch unzureichende Flüssigkeitszufuhr, Schlafmangel, Umweltveränderungen und Schäden an der Feuchtigkeitsbarriere der Haut. Dehydrierte Haut äußert sich oft wie folgt:

  • stumpfes Aussehen
  • die Haut sieht flach aus
  • weist mehr feine Linien auf
  • erhöhte Empfindlichkeit
  • sie weist eine erhöhte Spannkraft auf

Trockene und dehydrierte Haut schließen sich nicht gegenseitig aus, und selbst bei fettiger Haut und Mischhaut kann es zu einer Dehydrierung kommen.

Was solltet ihr tun, wenn ihr trockene Haut habt?

Da trockene Haut euer natürlicher Hauttyp ist, könnt ihr nicht viel tun, um sie dauerhaft zu verändern, aber ihr könnt dazu beitragen, ihr Gefühl und Aussehen zu verbessern.

Bei trockener Haut ist es am besten, sich für feuchtigkeitsspendende, milchige Reinigungsmittel zu entscheiden und nicht für solche, die aufschäumen.

Diese schäumenden Reinigungsmittel entziehen der Haut ihre wertvollen Fette. Nach der Reinigung hilft ein nährendes Gesichtsöl wie Marula- oder Hagebuttenkernöl, eure Haut mit zusätzlichen Lipiden zu versorgen.

Wenn eure trockene Haut schuppig ist, könnt ihr zweimal pro Woche ein sanftes chemisches Peeling verwenden, um die abgestorbenen Hautzellen abzulösen.

Wenn ihr mit der Reinigung und den Behandlungen fertig seid, solltet ihr eure Haut mit einer ceramidreichen Feuchtigkeitscreme und einem Lichtschutzfaktor für zusätzlichen Schutz verwöhnen.

Was solltet ihr tun, wenn ihr trockene Haut habt?

Bei der Behandlung von feuchtigkeitsarmer Haut geht es darum, die natürliche Feuchtigkeitsbarriere der Haut wiederherzustellen. Das bedeutet leider, dass ihr auf scharfe Peelings verzichten müsst, insbesondere auf solche, die Muschel-, Kaffeebohnen- und Zuckerpartikel enthalten.

Auch Duftstoffe, ätherische Öle und die übermäßige Verwendung von chemischen Peelings können die Haut sensibilisieren und die Hautbarriere schädigen.

Auch wenn diese Inhaltsstoffe alles andere als schlecht sind, kann ihre übermäßige Verwendung Schaden anrichten. Bei Menschen mit empfindlicher Haut können sensibilisierende Inhaltsstoffe auch eine unerwünschte Reaktion hervorrufen.

Greift stattdessen zu einem feuchtigkeitsspendenden Reinigungsmittel und sucht nach Produkten mit Inhaltsstoffen wie Squalan, Glycerin, Hyaluronsäure und Ceramiden.

Am Abend solltet ihr eure Hautpflegeroutine mit einem Vaseline-Produkt abschließen. Das Eincremen trägt dazu bei, dass die von eich aufgetragenen Pflegestoffe in der Haut verbleiben und eine heilende Umgebung für eure Feuchtigkeitsbarriere geschaffen wird.

Um die harte Arbeit, die ihr in die Feuchtigkeit eurer Haut gesteckt habt, nicht zunichte zu machen, solltet ihr den ganzen Tag über einen Lichtschutzfaktor auftragen, da UVA- und UVB-Strahlen die Feuchtigkeitsbarriere weiter beeinträchtigen.

Um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen, ist Wasser natürlich unerlässlich. Achtet also darauf, dass ihr ausreichend Wasser trinkt, vor allem, wenn ihr auch Koffein oder Alkohol konsumiert.

Straffere Haut: Mit diesen Tipps verlangsamt ihr die Hautalterung Straffere Haut: Mit diesen Tipps verlangsamt ihr die Hautalterung