Vorteil für Genesene oder Geimpfte: Welche Gruppe ist besser vor Covid-19 geschützt?

Weder eine Impfung noch eine vorangegangene Ansteckung mit einer der vielen Varianten von Covid-19 können uns vor einer (erneuten) Coronainfektion bewahren. Wer geimpft oder genesen ist, kann bei einer Ansteckung in den meisten Fällen aber mit einem milden Krankheitsverlauf rechnen. Forscher:innen stellten sich trotzdem die Frage: Schütz das eine vielleicht besser als das andere?

Recht schnell war klar, dass eine Covid-19-Impfung mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützt, einige Risikofaktoren setzen deren Wirkung sogar herab. Forschende aus den USA und Österreich gingen in verschiedenen Studien dennoch der Frage nach, ob Geimpfte Genesenen gegenüber nicht einen kleinen Vorteil haben. Die Antwort darauf ist allerdings nicht ganz eindeutig.

Covid-19: Der Fall Delta

Schon seit mehreren Wochen tobt sich Omikron auf der ganzen Welt aus (sogar eine neue Subvariante breitet sich immer weiter aus) und ist in den meisten Teilen der Erde die vorherrschende Variante. Sein Vorgänger Delta war weniger ansteckend, hatte aber im Vergleich zur neuen Variante verheerende Folgen für Betroffene.

US-Forscher:innen ist es nun gelungen zu beweisen, dass Menschen, die sich mit der Delta-Variante angesteckt hatten und vorher nicht geimpft wurden, besser vor einer Neuansteckung geschützt waren als jene, die sich für die schützende Spritze entschieden hatten.

Sie verglichen in einer Studie, die auf der Seite des CDC veröffentlicht wurde, Daten von Genesenen und Geimpften (welche die Erkrankung noch nicht durchgemacht hatten) und stellten dabei fest, dass bei Letzteren die Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus anzustecken, drei- bis viermal so hoch war.

Dies bedeutet allerdings nicht, dass eine absichtliche Ansteckung eine gute Idee ist, denn die Wahrscheinlichkeit eines schweren Verlaufs ist immer noch viel höher als für Geimpfte. Außerdem müssen betroffene Ungeimpfte eher mit Langzeitschäden rechnen.

Covid-19: Der Fall Omikron

Untersuchungen an der Medizinischen Universität von Innsbruck zufolge decken sich die Ergebnisse nach einer Ansteckung mit Omikron aber nicht. Problematisch sei laut Heute vor allem, dass Betroffene nicht vor anderen Varianten (in der Studie wurden D614G, Alpha, Beta, Delta, Gamma und Omikron untersucht) geschützt seien bzw. kaum Antikörper gegen diese aufweisen.

Ähnlich ergehe es Menschen, die (ungeimpft) mit der Alpha- oder Delta-Variante infiziert waren und sich mit Omikron angesteckt hatten. Am besten sei eine Kombination aus Impfung und Genesung.

Covid-19: Wann ist Angela Merkel mit der Impfung dran? Covid-19: Wann ist Angela Merkel mit der Impfung dran?