Wie kann man reagieren, wenn eigener Arzt nicht an Corona glaubt?
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Wie kann man reagieren, wenn eigener Arzt nicht an Corona glaubt?

Von Maximilian Vogel

Sie tragen keine Masken, fälschen Atteste und gefährden ihre Patienten – es sind schwerwiegende Vorwürfe gegen einige deutsche Ärzte, denen Ärztekammern derzeit nachgehen. Denn auch bei Medizinern gibt es einige, die sich nicht immer coronakonform Verhalten.

Die Corona-Krise spaltet die Bevölkerung. Während sich die einen strikt an alle von der Bundesregierung verordneten Maßnahmen halten, gibt es andere, die deren Wirksamkeit im Kampf gegen das Virus anzweifeln und sich in ihrer Freiheit eingeschränkt fühlen. Auch Ärzte und Mediziner sind nicht immer einer Meinung. Was also tun, wenn der eigene Hausarzt ein sogenannter „Corona-Leugner“ ist?

Ermittlung gegen Mediziner

In Thüringen wird derzeit gegen zwei Ärzte ermittelt, die auf Demonstrationen gegen die Corona-Schutzmaßnahmen teilgenommen, die Gefahren der Pandemie verharmlost und Atteste zur Befreiung der Maskenpflicht ausgestellt und so Patienten gefährdet haben sollen. Einer von ihnen ist der Bundestagsabgeordnete der AfD Robby Schlund.

In Schleswig-Holstein hat sich die Ärztekammer hingegen vorgenommen, bei solchen Medizinern zunächst das Gespräch zu suchen, bei klaren Verstößen aber schnell zu ahnden.

Das Problem: Ärzte sind Vorbilder für ihre Patienten. Sind sie anderer Meinung, verunsichert das die Menschen schnell. So sagt Henrik Herrmann, Präsident der Ärztekammer in Schleswig-Holstein, der ZEIT:

Unsere Berufsordnung sagt ganz klar, dass nach dem aktuellen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse zu behandeln ist.
Schwierige Situation für Patienten, wenn Ärzte nicht an Corona glauben... Sharon McCutcheon@Pexels

Ärzte sollten Patienten nach geltenden Corona-Regeln behandeln

Das bedeutet, dass Ärzte als Privatperson jegliche Meinung vertreten können. In ihren Praxen sollten sie aber politische Neutralität wahren. Das heißt, dass sie nach den geltenden Corona-Regeln handeln und ihre Patienten auch in diesem Sinne behandeln sollten.

Tun sie es nicht, laufen sie Gefahr, sich strafbar zu machen. Wer sich deshalb unwohl oder unsicher bei seinem Hausarzt fühlt, sollte sich unbedingt einen neuen suchen.


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