Wissenschaft enthüllt: Corona-Impfstoffe bei Frauen wirksamer als bei Männern

Verschiedene Wissenschaftler stimmen darin überein, das die Corona-Impfstoffe bei Frauen angeblich wirksamer sind als bei Männern. Was ist da dran?

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Angesichts der Pandemie, die die Welt seit Monaten in Atem hält, wird an Impfstoffen gearbeitet, um mit diesen einen Großteil der Bevölkerung vor einer Erkrankung zu schützen. Eine Gruppe von Wissenschaftlern enthüllt jetzt, dass diese Impfstoffe bei Frauen wohl eine viel größere Wirksamkeit besitzen.

Sind Frauen Infektionen gegenüber besser gewappnet?

Jean-Daniel Lelièvre, Leiter der Abteilung für Infektionskrankheiten am Henri-Mondor-Krankenhaus bei Paris erklärt, dass "die Covid-19-Impfstoffe wahrscheinlich bei Frauen eine höhere Wirksamkeit besitzen".


Die französische Zeitung La Dépêche du Midi unterstützt und verbreitet diese Ansicht. Schon auf grundlegender Ebene gilt als erwiesen, dass Frauen eine bessere Immunabwehr besitzen und Infektionen gegenüber besser gerüstet sind als Männer. Das alles hat mit Genetik zu tun. Jean-Daniel Lelièvre führt hierzu weiter aus:

Viele der für Fragen der Immunität zuständigen Gene sitzen auf dem X-Chromosom. Frauen haben nun einmal zwei davon, Männer nur eines.

Natürliche Widerstandskraft

Wie kann man sich dieses Phänomen erklären? Infektionen gegenüber entwickeln Frauen eine natürliche Widerstandskraft, die viel höher als die der Männer ist. Bei diesen sinkt auch die Konzentration an Antikörpern viel schneller ab.

Von diesen Erkenntnissen ausgehend, haben Professor Lelièvre, das Institut Pasteur und Forscher am Krankenhaus Straßburg herausfinden können, dass die Impfstoffe bei Frauen wohl sehr viel wirksamer sind. Jean-Daniel Lelièvre bestätigt:

Von sehr vielen Impfstoffen ist bekannt, dass ihre Wirksamkeit bei Frauen höher ausfällt.

Immunität bei Männern

Diese Ergebnisse sind auch Teil einer Studie, die Samira Fafi-Kremer, Leiterin des Straßburger Instituts für Virologie, durchführt. Ziel dieser Studie ist, die Immunität bei Männern genauer zu erforschen. Nach Fafi-Kremer kommt hier Hormonen eine zentrale Bedeutung zu, sie erklärt:

Vielleicht gibt es dafür auch eine hormonelle Erklärung, das Östrogen spielt hier vielleicht eine Rolle.

Diese Erkenntnisse fallen sicher bei anderen Forschern im Gesundheitswesen auf fruchtbaren Boden. Wir werden diese Zusammenhänge weiterhin im Auge behalten und weiterverfolgen.