Wissenschaftler decken auf: Dieses beliebte Schmerzmittel macht dich krank!

Wissenschaftler decken auf: Dieses beliebte Schmerzmittel macht dich krank!

Eine vor kurzem im British Medical Journal veröffentlichte Studie hat ergeben, dass das meist verkaufte Schmerzmittel der Welt gesundheitsschädlich ist. Auch die Deutschen nehmen es regelmäßig ein, ohne sich der Gefahren bewusst zu sein. Gehörst auch du dazu?

Diese Nachricht kündigt einen Umbruch in unseren Hausapotheken an! Einer im British Medical Journal vor kurzem veröffentlichten Studie dänischer Wissenschaftler nach, soll der in Voltaren enthaltene Wirkstoff Diclofenac, gesundheitsschädlich sein. Im Vergleich zu anderen Schmerzmitteln wie Paracetamol oder Ibuprofen soll er bei Patienten, die bereits an einer Gefäßkrankheit leiden, das Risiko von Herz-Kreislaufproblemen entscheidend erhöhen.

Rezeptfrei erhältlich und oft verwendet

Der Wirkstoff Diclofenac ist in allen Apotheken rezeptfrei erhältlich und in den meisten Schmerzmitteln gegen Gelenkschmerzen und rheumatische Schmerzen zu finden. Selbst bei einer kurzzeitigen Anwendung von nur wenigen Tagen soll das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich zunehmen. Menschen, die den Wirkstoff nutzen, laufen ein 50 Prozent höheres Risiko an Herz-Kreislauf-Problemen (kardiovaskulären Problemen) zu leiden als Menschen, die keine Entzündungshemmer nehmen.

Forscher fordern: Der Wirkstoff soll rezeptpflichtig werden

Schon frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass der Arzneistoff mit kardiovaskulären Risiken verbunden ist. Doch das deutsche Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) sieht bisher keinen Handlungsbedarf. Und das obwohl Forscher raten, Schmerzmittel sollten verschreibungspflichtig werden und diclofenac-haltige Arzneimittel keinesfalls mehr rezeptfrei erhältlich sein. In Deutschland sei das Mittel in höheren Dosierungen ohnehin rezeptpflichtig, lautet das Argument.

Bei dem in Form von Tabletten, Zäpfchen oder Gelen erhältlichen Wirkstoff handelt es sich um das weltweit meist verwendete Schmerzmittel für vorübergehende oder chronische Entzündungen. Die Ergebnisse der dänischen Metastudie (es wurden immerhin 252 Arbeiten zu diesem Thema geschrieben) bestätigen frühere Studienergebnisse und liefern zusätzliche Erkenntnisse über die Risiken und Gefahren des Wirkstoffs Dicoflenac, dem meist verkauften Entzündungshemmer der Welt. 

Im Weiteren hat sich die Studie mit dem Auftreten kardiovaskulärer Komplikationen innerhalb von 30 Tagen nach einer Behandlung mit dem Wirkstoff befasst. Und die Ergebnisse sind erschreckend. Es hat sich gezeigt, dass Patienten, die den Wirkstoff nehmen, ein 50 Prozent höheres Risiko eingehen, kardiovaskuläre  Komplikationen wie Herzinfarkt, Herzstillstand, Schlaganfall oder Herzrhythmusstörungen zu bekommen, als Patienten, die keine Schmerzmittel nehmen. Bei Patienten, die Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen, erhöht sich das Risiko nur um 20 Prozent. Und bei Patienten, die Naxoproxen nehmen (ein Entzündungshemmer ohne Steroide), erhöht es sich um 30 Prozent. 

Weitere schädliche Nebenwirkungen

Leider sind das noch nicht alle schädlichen Nebenwirkungen. Im Vergleich zu Patienten, die andere Entzündungshemmer wie Paracetamol, Ibuprofen oder Naproxen einnehmen, laufen Patienten mit Voltaren bzw. Diclofenac 2,5 Mal mehr Gefahr, Magen-Darm-Blutungen zu bekommen. Auch für die Leber ist das Schmerzmittel schädlicher als die drei anderen Wirkstoffe.

• Sophie Kausch
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