XY-Störung: Frau erfährt durch unerfüllten Babywunsch, dass sie als Mann geboren wurde
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XY-Störung: Frau erfährt durch unerfüllten Babywunsch, dass sie als Mann geboren wurde

Von Maximilian Vogel

Weil sie seit einem Jahr kein Kind bekommen kann, geht eine junge Frau zum Arzt. Eine genauere Untersuchung mit Röntgenstrahlung bringt die unglaubliche Wahrheit ans Tageslicht.

Pingping, eine junge Chinesin, versucht seit einem Jahr erfolglos, mit ihrem Freund ein Kind zu bekommen. Es will aber einfach nicht klappen. Doch kurz bevor sie ihre Schwangerschaftsträume komplett abschreibt, passiert das Unglaubliche. Wegen einer Verletzung am Knöchel muss sie geröntgt werden. Dabei entdecken die Ärzte etwas Unglaubliches.

Junge Frau als biologischer Mann geboren

Pingping wurde als biologischer Mann geboren! Sie leidet unter einer extrem seltenen Krankheit, bei der sie mit einem Y-Chromoson auf die Welt kommt, aber im Laufe ihres Lebens weibliche Geschlechtsorgane entwickelt. Die Welt der 25-Jährigen steht Kopf, schließlich hat sie sich seit Beginn an als Frau identifiziert und ihr Geschlecht nie in Frage gestellt.

"46 XY Störung der Geschlechtsentwicklung" heißt die extrem selten auftretende Krankheit, die bei Pingping diagnostiziert wurde. Diese erklärt auch, warum die Frau noch nie zuvor menstruiert hat. In einem Interview erzählt sie:

Während ich aufgewachsen bin, fand ich dieses Thema ziemlich peinlich, also habe ich es nicht ernsthaft behandelt.

Nach der auffälligen Röntgenuntersuchung nehmen die Ärzte sie genauer unter die Lupe. Dabei stellten sie fest, dass Pingping weder über Gebärmutter noch Eierstöcke verfügt. Zwar haben männliche Genitalien vielleicht früher einmal existiert, doch sie sind nun verkümmert.

Ärzte befürchten, dass die Frau in eine Identitätskrise rutscht und wollen sie psychologisch begleiten. KE ATLAS@Unsplash

"Es wird ein mühsamer Prozess"

Die Betroffene könnte durch die neue Entdeckung in ein tiefes Loch fallen, warnen Psychologen. Nachdem sie sich ihr ganzes Leben lang als Frau identifiziert hat, muss sie nun ihre Zugehörigkeit überdenken. Ein Doktor erklärt gegenüber der Southern China Morning Post:

Es dauert lange, die soziale Rolle wieder aufzubauen und die Familie zu rekonstruieren, und es wird ein mühsamer Prozess sein, bei dem psychologischer Eingriff notwendig ist. Aber Pingping hat bisher nicht um Hilfe von uns gebeten.

Nun liegt es an Pingping, eine Entscheidung zu treffen. Mithilfe eines operativen Einsatzes oder einer Hormonersatztherapie könnte ihre seltene Krankheit behandelt werden. Das kann aber nur sie selbst bestimmen. So wie dieser Mann, der während seiner Hormontherapie noch schwanger wird.


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