"Zeitfenster hat sich geschlossen": Deutsches Pharmaunternehmen zieht Zulassungsantrag für Corona-Impfstoff zurück

Das deutsche Pharmaunternehmen CureVac zieht den Zulassungsantrag bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) für seinen Corona-Impfstoff der ersten Generation zurück. In Tests hat der Impfstoff nicht die gewünschte Wirksamkeit gezeigt.

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Die EMA geht davon aus, dass es für den von CureVac entwickelten Impfstoff CVnCoV frühestens im zweiten Quartal 2022 eine Zulassung geben könnte. Das dauert dem Unternehmen aber zu lange.

Antrag wird zurückgezogen

Deswegen zieht das Pharmaunternehmen den Antrag jetzt zurück, wie dw.com berichtet. CureVac-Chef Franz-Werner Haas begründet diese Entscheidung mit dem Zeitfaktor: "Für das pandemische Produkt sind wir zu spät, das Zeitfenster hat sich geschlossen."

Stattdessen will sich das Unternehmen jetzt auf die Entwicklung eines Impfstoffs der zweiten Generation konzentrieren. Und zwar in Zusammenarbeit mit dem britischen Pharmakonzern GlaxoSmithKline (GSK).

Verbesserter Impfstoff im nächsten Jahr

Durch diese Entscheidung endet der bestehende Vorvertrag mit der Europäischen Kommission. In besagtem Vertrag war der Einsatz des CVnCoV-Impfstoffes vorgesehen, um den akuten Bedarf in der Bekämpfung der Pandemie abzudecken.

Insgesamt 405 Millionen Dosen hat sich die EU von dem Impfstoff gesichert, der jetzt nicht produziert wird. Stattdessen konzentriert sich das Unternehmen aus Tübingen jetzt darauf, im nächsten Jahr die Zulassung für einen verbesserten Corona-Impfstoff zu bekommen.

Welche Auswirkungen die Ankündigung von CureVac hat, erfahrt ihr im Video!