Amerikanische Touristin postet ein Urlaubsfoto und erntet eine Welle der Empörung!

Amerikanische Touristin postet ein Urlaubsfoto und erntet eine Welle der Empörung!

Tess Thompson Talley ist alles andere als eine normale Frau. Die Amerikanerin hat ein spezielles Hobby und postet Schnappschüsse davon auch regelmäßig auf Facebook. Ihr neustes Foto zeigt sie in der Wüste von Südafrika. Nach Veröffentlichung erntet sie einen gewaltigen Shitstorm. Wir erklären die Hintergründe.

Dass Amerikaner gerne wilde Tiere jagen, ist nichts Neues. Erst kürzlich erlaubte die Trump-Administration die Jagd auf Jungbären und Wolfsjungen

Seit Jahren zieht die Texanerin auf Facebook gegen Tierschützer zu Felde, und jetzt postet sie ein Bild, das sie neben einem erlegten Beutetier zeigt. Dazu schreibt sie stolz: „An meinem Geburtstag war ich auf Känguru-Jagd!! Aufregende Jagd!!“

Tess Thompson Talleys Facebook-Post 10.000 Mal geteilt  

Am 16. Juni veröffentlicht das Netzportal AfricaDigest das Foto von ihr und der Giraffe und bezeichnet sie als „weiße amerikanische Wilde“, die „nach Afrika kommt, um eine sehr seltene schwarze Giraffe zu töten.“ Die Reaktion folgte auf dem Fuße: Über 2.300 Mal wurde der Post (von meist wütenden Usern) kommentiert, und weitere 10.000 Mal geteilt - sogar Medien aus aller Welt griffen ihn danach auf.

Die Wildjägerin wird gefeiert und gehasst 

Zahlreiche Organisationen und Internet-Foren machen schon lange gegen die Trophäen-Jagd auf seltene Wildtiere mobil - die Organisation Pro Wildlife kritisiert beispielsweise, dass es Trophäen-Jäger nicht nur oftmals auf seltene Arten abgesehen haben, sondern auch auf die erfahrensten, stärksten und für die Arterhaltung wichtigsten Tiere. Es gibt jedoch auch eine Gegenseite: Die lobbystarken Zusammenschlüsse der Jagdfreunde, die Jägerinnen wie Tess Thompson für ihre Trophäen feiern. Die Organisation American Daughters of Conservation, ein Zusammenschluss von jagdbegeisterten US-Frauen, gratulierte Tess Thompson auf Facebook zur von ihr erlegten Giraffe. 

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Einfuhr von Jagdtrophäen aus Afrika weiterhin legal 

Auch wenn ersichtlich wird, dass die meisten Menschen sich deutlich gegen dieses Vorgehen aussprechen, ist die Trophäenjagd in Südafrika gegen Zahlung von hohen Gebühren weiterhin erlaubt - in Sambia, Namibia und Simbabwe ebenfalls. Weil die Einfuhr von Jagdtrophäen zudem als Privatvergnügen und somit als „nicht kommerziell“ gilt, ist sie so von Importverboten meist ausgenommen und gilt mit Genehmigung zudem als legal.

Feline Daniel
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