Schülerin vom Schwimmwettkampf disqualifiziert: Weil ihr Badeanzug "zu freizügig" sei

Schülerin vom Schwimmwettkampf disqualifiziert: Weil ihr Badeanzug "zu freizügig" sei

In Alaska wird eine Schülerin von einem Wettkampf ausgeschlossen, nachdem sie die 100 Meter Freistil gewinnt. Der Grund der Schiedsrichterin macht sprachlos.

Nachdem letzten Monat einer jungen Frau aufgrund ihres Outfits die Mitnahme in einem Bus verweigert wird, kommt es nun in Alaska zu einem neuen Fall von Sexismus gegen junge Frauen. Eine 17-jährige Schwimmerin aus Anchorage bei einem Wettkampf Anfang September zutiefst gedemütigt. Breckynn Willis meistert als Erste die 100 Meter im Freistil, doch dann wird sie vom Schiedsrichter disqualifiziert. Der Grund? Ihr Badeanzug entspreche nicht den Anstandsregeln.

Sexistischer Wettkampf

Zur Erinnerung: Die Anstandsregeln für die Schwimmerinnen besagen, dass der Badeanzug die Genitalbereiche, den Po und die Brust verdecken muss. Außerdem darf er nicht durchsichtig sein. Die umstrittene Entscheidung stammt von einer weiblichen Schiedsrichterin, die behauptet, als das Mädchen aus dem Becken gestiegen sei, hätte man sehen können wie „die Pobacken sich berühren.“

Diese Entscheidung sorgt in Anchorage für heftige Kritik und die Bewohner der Stadt verurteilen die Disqualifizierung des Mädchens als sexistisch und unterschwellig rassistisch, denn die junge Sportlerin ist „nicht weiß, sondern gemischt und hat üppigere Kurven als die anderen Schwimmerinnen.“

Badeanzug ist die Sportuniform der Schule

Ganz nebenbei bemerkt handelt es sich bei dem Badeanzug des Mädchens um die Sportuniform ihrer Schule. Und ist somit genau der gleiche wie der, den die anderen Sportlerinnen aus ihrer Schule tragen, doch nur sie wurde disqualifiziert.

Auch Lauren Langford, Schwimm-Trainerin einer benachbarten Schule, verurteilt die Entscheidung: „Wenn die Schwimmerinnen sich bewegen, bewegen sich ihre Badeanzüge mit. Das ist nicht angenehm und manchmal zeigt sich auch Haut. Aber niemand würde absichtlich so rumlaufen.“Schließlich wird der Schiedsspruch widerrufen, und Breckynn Willis kann ihren Titel im 100 Meter Freistil behalten.

Martin Gerst
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