Schlechte Angewohnheit bei Tisch: Jeder zweite Jugendliche ist betroffen!

Schlechte Angewohnheit bei Tisch: Jeder zweite Jugendliche ist betroffen!

„Die Hände gehören auf den Tisch!“ oder auch „Stütz die Ellbogen nicht auf!“ sind Verhaltensmaßregeln bei Tisch, die heutzutage gegenüber einer Unart des digitalen Zeitalters oft in den Hintergrund treten.

Früher hieß es: „Die Hände gehören auf den Tisch!“ oder „Stütz die Ellbogen nicht auf!". Derartige Verhaltensmaßregeln bei Tisch treten heutzutage oft in den Hintergrund gegenüber dem allzu häufigen „Leg dein Telefon weg!“ Es ist leider zu einer weit verbreiteten Angewohnheit geworden, das Smartphone beim Essen neben sich auf dem Tisch liegen zu haben und regelmäßig zu kontrollieren. Mittlerweile hat schon jeder zweite Jugendliche diese schlechte Angewohnheit bei Tisch.

Das allgegenwärtige Smartphone … sogar bei Tisch

Einer Studie des Kantar-Instituts in Zusammenarbeit mit Amora nach soll jeder dritte Franzose sein Smartphone beim Essen neben sich auf dem Tisch liegen haben und auch benutzen. In Deutschland sieht es in dieser Hinsicht leider auch nicht besser aus.

Bei den 18- bis 34-Jährigen soll sogar schon jeder Zweite von dieser schlechten Angewohnheit betroffen sein. Dabei geben die meisten der Befragten an, dass gemeinsame Mahlzeiten doch etwas Wichtiges für sie sind: Zeit für Geselligkeit, Austausch und Gemeinsamkeit. Wenn diese Zeit der Gemeinsamkeit und des Teilens so wichtig ist, warum in aller Welt können sich dann so viele in dieser Zeit nicht von ihrem Smartphone trennen? Schließlich kappt es die Kommunikation vieler Leute ja eher, zumindest hat ein Fotograf viele solcher Situationen vor kurzem mit seiner Kamera festgehalten.

Eine regelrechte Sucht

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Der von dem französischen Radiosender Europe 1 interviewte Suchtforscher und Suchttherapeuten Dr. Lowestein bestätigt, dass es sich bei dieser schlechten Angewohnheit um eine regelrechte Sucht handelt. Denn wer bei Tisch nicht von seinem Smartphone loskommt, der schafft es höchstwahrscheinlich im Bett ebenso wenig - ist das das Ende intimer Beziehungen?

„Wenn Paare heutzutage schon beim Mittag- oder Abendessen ständig am Smartphone hängen, haben sie sich dann wirklich nichts mehr zu sagen oder handelt es sich nicht vielmehr um eine regelrechte Sucht? (...) Die davon betroffenen Smartphone-Benutzer sind schon so abhängig von dem kleinen Bildschirm, dass sie keine richtigen sozialen Bindungen mehr entwickeln“, meint der Suchtforscher und Suchttherapeut.

Doch es gibt Mittel und Wege, sich von dieser Sucht zu befreien; von kleinen Tipps bis zur einschlägigen Therapie. Vielleicht versuchen wir es einfach einmal damit, das Smartphone bei Tisch auszuschalten oder wegzustecken!

Simone Haug
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