Hartz IV: "Wasser gegen Bier"-Methode sorgt für Unverständnis
Hartz IV: "Wasser gegen Bier"-Methode sorgt für Unverständnis
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Hartz IV: "Wasser gegen Bier"-Methode sorgt für Unverständnis

Vor einem Supermarkt in Berlin stehen zwei Männer und schütten Wasserflaschen aus. Wenige Minuten später ist aus dem Wasser Bier geworden und das auf Kosten der Allgemeinheit. Wie ist das nur möglich?

Das droht Jobverweigerern

Arbeitslose, die sich weigern, einen Job zu machen, wiederholt Termine schwänzen und keine Weiterbildung machen, bekommen schrittweise die Leistungen gekürzt, bis sie bei einer 100-prozentigen Arbeitsverweigerung nur noch Lebensmittelgutscheine im Wert von 205 Euro statt Geld vom Amt bekommen. In Berlin sind zur Zeit etwa 20.000 solcher Sanktionen verhängt worden, damit sind etwas weniger als zehn Prozent der Hartz IV-Empfänger in der Hauptstadt davon betroffen.

Gutscheine für Arbeitsverweigerer statt Geldleistungen

Totalen Arbeitsverweigerern gibt das Jobcenter Leistungen in Form von Gutscheinen. Diese können im Laden für Grundnahrungsmittel und Hygieneartikel eingetauscht werden. Gegen Alkohol können die Leistungsbezieher die Gutscheine hingegen nicht eintauschen. Laut Bundesgericht sollen die Gutscheine für das Existenzminimum wie etwa für Nahrung, alkoholfreie Getränke, Bildung und Körperpflege ausgegeben werden.

So funktioniert der "Bier gegen Wasser"-Trick

Doch jetzt greift eine neue Masche bei Jobverweigerern um sich. Sie kaufen von ihren Gutscheinen Wasserflaschen, leeren diese dann vor dem Laden aus und nutzen das Flaschenpfand, um Bier zu kaufen. Ein cleverer Tausch: Aus Wasser wird Bier. Dabei möchte die Agentur für Arbeit genau das verhindern. „Wir wollen keine Süchte unterstützen“, sagt der Sprecher der Arbeitsagentur, Andreas Eberling. Bei der Arbeitsagentur ist die Masche mit dem Pfand bereits bekannt, doch viel Handlungsspielraum gibt es offenbar nicht: „Das können wir nicht kontrollieren.“

Von der Redaktion

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