Heidi Klum kontert 'Queen of Drags'-Kritik: "Es ist wichtig, dass wir das Leben der Drags einer breiten Masse zeigen"

Heidi Klum kontert 'Queen of Drags'-Kritik: "Es ist wichtig, dass wir das Leben der Drags einer breiten Masse zeigen"

In Heidi Klums neuer Castingshow Queen Of Drags kämpfen zehn Drag Queens um den Titel und ein Preisgeld von 100.000 Euro. Heidi Klum muss dafür viel Häme einstecken - doch nun richtet sie sich an die Kritiker!

Klums neue Show ist sehr umstritten. Gerade die LGBTQ-Community ist gar nicht begeistert von der neuen Sendung. Die Mitglieder befürchten, dass die Kandidaten als Freaks dargestellt würden, und starten sogar eine Petition. Doch Heidi kontert nun ihren Kritikern.

Heidi und Bill in der Jury

Drag Queens sind ein wichtiger Teil der queeren Kultur. Umso fraglicher ist es, warum ausgerechnet Heidi Klum in der Jury sitzt. An ihrer Seite ist ihr Schwager Bill Kaulitz. Beide haben nach bisher bekannten Angaben keinen Bezug zur Drag-Kultur und haben sich bisher auch nicht dafür eingesetzt. Trotz der prominenten Unterstützung von Olivia Jones, ist ein Großteil der Community empört.

Heidi Klum will in der Show auch Themen wie Homophobie und Ausgrenzung behandeln. Wie sehr dabei ins Detail gegangen wird und wie viel Sendezeit am Ende wirklich übrig bleibt, ist aber bisher unklar. Klum will laut eigenen Aussagen Kinder und Eltern dazu anregen, sich nach der Show über Drag Queens und die queere Kultur auszutauschen:

Die Drags möchten respektiert werden wie alle anderen Menschen auch. Ich hoffe, dass die Zuschauer mehr Verständnis für sie entwickeln – und dass besonders die Eltern der Queens ihre Herzen öffnen. Denn viele fanden es nicht gut, dass ihre Söhne sich gerne verwandeln. Das ist wirklich traurig.

Heidi gehe es um “leben und leben lassen”

Heidi Klum ist laut eigenen Aussagen eine Verfechterin der LGBTQ-Community und unterstützt sie, wo sie nur kann. Klum gehe es um “leben und leben lassen”, wie sie betont. Auch habe sie ihre Kinder zu weltoffenen Menschen erzogen, die keinen Unterschied zwischen Hautfarben machen würden und für die es normal sei, dass Kinder zwei Väter oder zwei Mütter hätten. Dem fügt sie Folgendes hinzu:

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Wir besuchen fast jedes Jahr die Gay Pride Parade. Meine Kinder kennen das ihr Leben lang – es ist für sie nichts Besonderes, eine Frau zu sehen, deren bemalte Brüste frei baumeln, während sie auf dem Fahrrad fährt. Ich bin schon sehr offen, aber meine Kinder sind noch offener. Es ist an uns Eltern, die nächste Generation zu ändern, weil sich sonst niemals etwas ändern wird.

Klum hofft auf Verständnis

Klum hofft darauf, mit ihrer Show Verständnis bei der Bevölkerung, insbesondere bei den Angehörigen der Drag Queens, zu schaffen. Ob ihr das gelingt, zeigt sich ab dem 14. November auf ProSieben.

Wenn Kinder und Jugendliche demnächst um 20.15 Uhr unsere Show anschauen, dann können ihre Eltern ihnen erklären, was eine Drag oder ein Transgender ist. Ich hoffe, Deutschland ist ready für dieses Thema, denn es ist wirklich wichtig.
Martin Gerst
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