Wilde Hirsche dringen in Stall ein und werden gejagt
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Wilde Hirsche dringen in Stall ein und werden gejagt

Von der Redaktion

In einem Video der Schweizer „Bauernzeitung“ sieht man eine eigentlich süße Szene: Ein wilder Hirsch steht im Stall zusammen mit Kälbern, die den Besucher offenbar sichtlich ins Herz geschlossen haben. Doch kurze Zeit später ist der Hirsch tot.

Der Grund: Verdacht auf Tuberkulose. In einem ähnlichen Fall in Ramosch im Unterengadin spielte sich das Gleiche ab, auch hiervon existiert ein Video.

Der Schweizer Tierschutz läuft Sturm

Doch Marion Theus, Präsidentin des Schweizer Wildtierschutzes, ist skeptisch. Sie vermutet, dass etwas anderes hinter dem harschen Vorgehen der Schweizer Jäger steckt: „Ich habe von Jägern gehört, dass wegen dieser Vorfälle nun alle Hirsche der Umgebung geschossen werden sollen. Das hat mit Vorsicht nichts zu tun. Der Kanton braucht einen Vorwand, um die Bestände zu dezimieren.“

Verdachtsfälle bisher unbestätigt

Bisher konnten zudem keine Fälle von Tuberkulose nachgewiesen werden. Eine Tatsache, die Theus besonders wütend macht: „Wenn den Behörden tatsächlich an Seuchenbekämpfung gelegen ist, warum untersuchen sie dann nicht die Rinder?“ Theus und auch andere bezeichnen dieses Vorgehen als „Panikmache“.

Betroffene Höfe werden unter Quarantäne gestellt

Wie der Leiter des Amtes für Lebensmittelsicherheit und Tierschutz, Rolf Hanimann, erklärt, laufen gegen die besagten Ställe bereits strafrechtliche Verfahren: „Sie haben das Fütterungsverbot missachtet, das dazu dient, den Kontakt zwischen Wild und Rindern zu unterbinden und die Ansteckungsgefahr zu bannen. Die Landwirte dürfen keine Tiere verkaufen oder weitergeben, bis feststeht, dass die Hirsche keine Erreger in sich trugen.“


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