Herzzerreißende Bilder einer jungen Frau, die in Bangladesch zwangsverheiratet wird

Die fünfzehnjährige Nasoin Akhter wurde in Bangladesch mit einem zweiunddreißigjährigen Mann zwangsverheiratet. Der Anblick dieser traurigen Braut ist herzzerreißend!

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Eine Hochzeit sollte eigentlich der schönste Tag im Leben eines Mädchens sein, aber auf diesen Fotos sieht man Nasoin Akhter ihr unendliche Traurigkeit einfach an. Die 15-jährige musste Mohammad Hasamur Rahman, einen 32-jährigen Mann heiraten.

Die Fotografin Allison Joyce, die in Bangladesh arbeitet hat ein Video der Hochzeitsfeier auf ihrem Instagram Profil veröffentlicht. "Es ist die traurigste Hochzeit, die ich je gesehen habe", hat sie kommentiert. Nasoin Akhter erleidet die Vorbereitungen zu ihrer Hochzeit in vollkommener Stille.

Vernachlässigung, häusliche Gewalt, vorzeitige Entbindungen

Sie ist bei Weitem nicht das einzige Mädchen, das vergleichbares erleiden muss. Laut der Organisation Human Rights Watch (HRW) gibt es in Bangladesh die meisten Zwangsehen. Die UNICEF präzisiert, dass fast 29% der Mädchen unter 15 Jahren zwangsverheiratet werden. Sogar bei den unter 11 Jährigen gibt es 2% , die bereits verheiratet werden.

HRW beschreibt die Konsequenzen dieser Ehen für die Mädchen als grauenhaft. Fast alle vernachlässigen ihre Bildung und werden zur Hausfrau. Einmal verheiratet, werden sie oft von ihrer Familie allein gelassen und müssen manchmal Gewalt von Seiten ihres Ehemanns oder dessen Familie erleiden. Die meisten von ihnen werden vor ihrem 20. Lebensjahr schwanger und die Fälle von Risikoschwangerschaften sind zahlreich.

Die Konsequenz der Naturkatastrophen

Seit 1980 ist das Mindestalter für eine Hochzeit in Bangladesh bei Mädchen 18 und bei Jungen 21 Jahre. Die Verheiratung von Kindern ist sogar seit 1929 illegal. Aber die aufeinanderfolgenden Regierungen, die Beihilfe von lokalen Abgeordneten und vor allem die Notsituation durch Naturkatastrophen in Bangladesh, behindern die Verfolgung der "Verbrechen".

Das Land ist regelmäßig von den Folgen der Klimaveränderung getroffen, die viele Familien in die Armut reißt. Die Tradition im Land sieht es vor, dass die Familie des Bräutigams den Angehörigen der Braut eine Geldsumme auszahlt. Dieses Vorgehen macht das Verheiraten der Töchter zu einer Geldquelle.

Politische Lösungsansätze, die nie verfolgt wurden

2014 hat die Premierministerin von Bangladesh beim Welt-Frauen-Gipfel in London versprochen, gegen die Zwangsheirat vorzugehen. Sie hat eine Reihe Maßnahmen angekündigt, von denen aber keine umgesetzt wurde. Schlimmer noch: die Politik will jetzt das Mindesalter von Bräuten auf 16 Jahre herabsetzen, um die Statistiken rund um die Zwangsverheiratung zu verbessern.

Gleichzeitig findet in Bagladesh ein wirklicher Fortschritt in Bezug auf die Entwicklung des Landes statt. Die Einrichtung von Schulen sowohl für Mädchen als auch für Jungen geht voran und von 2001 bis 2010 hat sich die Müttersterblichkeit um 40% gesenkt. Warum die Zwangverheiratung von Kindern noch immer eine gängige Praxis ist, bleibt unverständlich...