Chinesen feiern ein Festival mit Hunden, bei dem uns ganz schön übel werden muss
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Chinesen feiern ein Festival mit Hunden, bei dem uns ganz schön übel werden muss

Von der Redaktion

Jedes Jahr wird in der chinesischen Stadt Yulin ein Festival gefeiert, das nicht nur Tierfreunden das Blut in den Adern gefrieren lässt. Obwohl mittlerweile tausende von Unterschriften für ein Verbot gesammelt wurden, scheint die Feier auch in den nächsten Jahren weiter zu gehen. Für unseren Kulturkreis ist das Ganze merkwürdig und befremdend.

Es geht um das Hundefleisch-Festival, bei dem die Vierbeiner geschlachtet und dann gekocht werden oder auf dem Grill landen. In der Provinz Guangxi gilt Hundefleisch als Delikatesse - und das Verspeisen von eben diesem zum Sommeranfang hat eine lange Tradition. In der Stadt Yulin gibt es das Festival seit 2009. Umgerechnet 100 Euro kostet ein ganzer Hundekadaver, der auf dem Markt von Dongkou abgezogen an Haken zum Verkauf angeboten wird.

Tierschützer kämpfen gegen das Festival

Marktbesucher verstehen nicht, warum das Festival verpönt ist. Es handle sich bei den angebotenen Hunden lediglich um „Straßenköter“, wie ein Besucher des Festivals sagt. „Streuner und Haustiere sind nicht das gleiche“ erklärt er weiter. Tierschützer jedoch sehen das anders, und versuchen mit allen Mitteln, ein Verbot für Hunde- und Katzenfleisch zu erwirken. Hoffnung schöpfen sie daraus, dass in Südkorea erst kürzlich ein Gericht das Schlachten von Hunden als illegal eingestuft hat. Und auch in Taiwan wird seit April härter durchgegriffen: So kann der Verzehr, Kauf und Besitz von Hunde- oder Katzenfleisch eine Geldstrafe von umgerechnet bis zu rund 8000 Euro nach sich ziehen.

Ein langer Weg zu einem Verbot

Bis es jedoch auch in China so weit ist, ist es noch ein langer Weg. Auch wenn Aktivisten todgeweihte Hunde vor dem Festival aufkauften, reicht dies natürlich nicht aus. Auch das Sammeln von 235.000 Unterschriften für ein Verbot des Fests erwies sich als erfolglos. Ohnehin ist das Festival nur der Höhepunkt des chinesischen Hundefleisch-Konsums: Jährlich landen nämlich mehr als zehn Millionen Hunde auf chinesischen Tellern.


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