Getöteter Therapiehund: Vor Gericht muss Täter sich wegen Sachbeschädigung verantworten

Getöteter Therapiehund: Vor Gericht muss Täter sich wegen Sachbeschädigung verantworten

Der Fall Aiko spaltet die Gemüter! Der grausame Mord an dem Therapiehund und gilt vor dem Gesetz als Sachbeschädigung, obwohl es sich doch um ein Lebewesen handelt. Viele wollen das nicht mehr so hinnehmen.

Der Tod eines geliebten Haustiers ist so schlimm, wie der eines nahen Verwandten, zumindest für den Besitzer. Vor dem Gesetz sieht die ganze Sache in Deutschland aber noch ganz anders aus - anders als zum Beispiel in Australien.

Mord am Therapiehund

Aiko, ein Collie, der zum Therapiehund ausgebildet ist, wird grausam ermordet. Der 21-jährige Nachbar seiner Besitzerin ersticht ihn mit einem Messer. Aiko stirbt in den Armen seiner Besitzerin.

Die Dame ist an multipler Sklerose erkrankt und auf den Hund angewiesen, sie braucht Krücken zum Gehen. Der Nachbar gibt an, sich geärgert zu haben, weil der Hund nicht an der Leine war. Dass Therapiehund Aiko nicht an der Leine gehen kann, weil sein Frauchen Krücken braucht, sieht er nicht ein.

Sachbeschädigung eines Lebewesens

Doch die Strafe, die den Täter erwartet, dürfte nicht besonders hoch sein. Laut Gesetz ist die Tat eine Sachbeschädigung, der Mann hat das Eigentum der Hundebesitzerin beschädigt und muss dafür gerade stehen, berichtet Bild. Also in etwa, als wenn er eine Fensterscheibe eingeworfen hätte.

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Kurios am deutschen Recht ist die Tatsache, dass eine Tat nur dann als Tierquälerei eingestuft wird, wenn ein "Wirbeltier grundlos getötet oder ihm erhebliches Leid oder Schmerz zugefügt wird". Wie stern.de berichtet allerdings nur dann, wenn der Täter auch der Besitzer des Tieres ist.

Jetzt wird eine auf change.org eine Online-Petition ins Leben gerufen, die Strafen für die Verletzung und Tötung von Haustieren heben soll. Die Unterstützer wollen es sich nicht länger gefallen lassen, dass die Tötung eines geliebten Hundes laut Gesetz vergleichbar ist mit einer eingeschlagenen Scheibe.

Sarah Kirsch
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