Hunde: Neuer Beschluss ist alles andere als scheiße!

In Städten haben es Hunde nicht so leicht: Ein Spaziergang ohne Leine ist oft nicht drin. Lassen Hundehalter ihre Vierbeiner jedoch doch einmal ohne Leine los, erleichtern sich die Tiere oftmals auf dem Nachbar-Grundstück - was dann ordentlich für Ärger sorgt. Jetzt kam es zu einem bemerkenswerten Gerichtsurteil!

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Hundebesitzer sind für ihre Schützlinge verantwortlich - und eben auch für deren Hinterlassenschaften. Lässt der Halter Wuffi ohne Leine los, nimmt er in Kauf, dass sich der Vierbeiner auf fremden Grundstücken erleichtert - und muss im Zweifel für die Entfernung des Häufchens aufkommen.

In dem folgenden verhandelten Fall hatte ein ehemaliger Mieter seinen Hund auf dem Grundstück seiner früheren Wohnung zwei Mal in folge unangeleint herumlaufen und sich erleichtern lassen. Zudem hatte er Hundehaare auf ebendiesem Grundstück entfernt. Die Grundstückseigentümerin hatte den Mann daraufhin über ihren Prozessbevollmächtigten aufgefordert, dies zu unterlassen. Außerdem sollte er die entstandenen Anwaltskosten, sowie die Kosten der Entfernung des Hundekots für 22,50 Euro übernehmen.

Das Landgericht Berlin gab der Eigentümerin nun Recht. Die Richter untersagten dem Mann, einen oder mehrere Hunde auf dem Grundstück frei herumlaufen zu lassen, sowie seinen Abfall auf ebendiesem zu entsorgen. Für sein Vorgehen wurde dem Hundebesitzer ein Ordnungsgeld von 10.000 Euro sowie Hausmeister- und Anwaltskosten aufgebrummt.

Begründung: Der Mann sei als "Störer" zu betrachten, der durch das Herumlaufen seiner Hunde das Eigentum der Klägerin beeinträchtigt habe.