Hundekot in Plastikbeuteln an Bäumen und Zäunen: Das steckt dahinter

Fußgänger in manchen deutschen Städten haben die Schnauze voll: Immer öfter passiert es, dass Hundekot-Beutel an den nächsten Baum oder Zaun gehängt werden. So zuletzt der Fall in Leipzig. Doch womit hat das zu tun?

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Mit dem Thema Hundekot befasst sich keiner gern - auch die Hundebesitzer selbst nicht. Zwar ist den meisten von ihnen klar, dass sie beim Gassi gehen einen Beutel mit sich führen müssen, worin der Hundehaufen eingesammelt werden muss. Doch was danach damit zu geschehen hat - da herrschen zuweilen recht eigensinnige Ansichten. Zumindest in Leipzig.

„Stinkbomben“ hängen an Bäumen und Zäunen

Bewohner aus Lößnig in Ostdeutschland sind genervt: Hundehalter kommen mit dem Auto angefahren, lassen ihre Hunde raus, sammeln den Kot dann ein - und hängen den Beutel samt Hinterlassenschaft an den nächstbesten Zaun oder Baum. Sie sind sich einig: Mit Schuld ist die Tatsache, dass zu wenig Mülleimer existieren - und kein Hundehalter möchte den Haufen wieder in die Tasche stecken und mit nach Hause nehmen. Also werden Bäume und Zäune damit „geschmückt“.

Strafe von bis zu 1000 Euro Bußgeld hilft wenig

Wer als Hundehalter auf frischer Tat ertappt wird, wie er die Hinterlassenschaft seines Vierbeiners zurücklässt und/oder keinen Beutel mit sich trägt, riskiert in Leipzig Geldstrafen von bis zu 1000 Euro. Leider werden jedoch nur wenige Hundehalter gefasst, weil sich das Geschehen innerhalb kürzester Zeit abspielt. Richtig abschreckend scheint die Maßnahme ohnehin nicht zu sein - dafür finden viel zu selten Kontrollen statt.

Hoffnung auf Besserung mit DNA-Register

Das 2017 von der Bundesregierung beschlossene DNA-Register für Hunde soll Hoffnung bringen. Erst wenn jeder Hund eindeutig über seine DNA seinem Besitzer zugeordnet werden kann, hört die Kot-Sauerei auf, sind sich die Bewohner sicher. Dann nämlich führt jeder unsachgemäß entfernte Hundehaufen direkt zum Hundehalter, was die Strafen dann effizienter macht. Bis dahin müssen sich die Leipziger wohl mit der unliebsamen „Kotkunst“ abfinden.