Sie geht mit ihrem Hund Gassi. Plötzlich ist er voll von Blut!

Sie geht mit ihrem Hund Gassi. Plötzlich ist er voll von Blut!

US-Amerikanerin Laurie Cullum ist gerade mit ihrem Chihuahua namens Spits auf dem sogenannten Durango-Pfad in Colorado unterwegs, als sie plötzlich ihren kleinen Hund aufheulen hört. Als sie sich umdreht, eröffnet sich ihr ein Bild des Grauens: Blutüberströmt liegt ihr kleiner Vierbeiner vor ihr...

Wir können kaum erahnen, was Laurie Cullum in diesem Moment gefühlt haben muss: Als sie sich umdreht, findet sie den achtjährigen Hund im Dreck liegend, regungslos und mit Blut überströmt. Schnell rennt sie auf Spits zu und entdeckt einen Puma in der Nähe. „Du hast diese Tunnelsicht und bist einfach nicht du selbst“, sagt sie über die Situation. „Ich konnte den Puma gerade noch weglaufen sehen.“ Die Raubkatze hatte sich den kleinen Hund wohl als Beute ausgesucht. Wir haben schon die Angriffe eines Jaguars auf einen Kaiman beobachtet und den eines weißen Hais - doch Chihuahua vs. Puma ist neu!

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Tierarzt kann Splits retten  

Das Frauchen bringt Spits sofort in die Durango Tierklinik und befürchtet, dass ihr Hund eingeschläfert werden muss. „Er war so nahe am Tod“, sagt sie. Aber der Tierarzt Charles Hawman, der nach Feierabend zu dem Notfall gerufen wird, glaubt, dass Spits eine Chance hat, den Angriff zu überleben. Er nimmt Spits mit zu sich nach Hause und pflegt den Chihuahua schließlich wieder fast ganz gesund.

Pumas werden nur im äußersten Notfall eingefangen 

Joe Lewandowski, Sprecher von Colorado Parks and Wildlife, erklärt, dass ein Wildtier-Offizier in der Nachbarschaft jetzt Warnschilder angebracht habe. Es sei jedoch nicht ungewöhnlich, dass ein Puma Haustiere attackiere. „Wir sollten uns bewusst darüber sein, dass wir im natürlichen Lebensraum des Puma leben, und dass das nun mal die Realität ist, wenn man an einem Ort wie Durango lebt“, erklärt Lewandowski. Weil es so schwer ist, Pumas zu fangen, wird eine Falle normalerweise erst dann aufgestellt, wenn das Tier eine erhebliche Bedrohung darstellt. „Eine Falle für einen Puma zu stellen ist nicht sehr effektiv“, erläutert Lewandowski. „Sie sind sehr schwer zu fassen.“

Spits noch immer auf dem Weg der Besserung  

Auch Cullum hat ein Schild aufgestellt, das die Menschen in der Umgebung vor Pumas warnen soll. Der Angriff ereignete sich etwa 150 Meter von ihrem Haus entfernt auf einem Weg, den sie jeden Tag geht. Sie lässt ihre Hunde auf dem Weg freilaufen, wenn sie mit ihnen Gassi geht, und vermutet, dass das den Puma angelockt haben könnte. Spits erholt sich derweil noch immer von der schweren Attacke. Er ist jetzt auf einem Auge blind und wird es wohl auch bleiben. Sein Gleichgewichtssinn ist derzeit auch beeinträchtigt, da der Biss des Pumas seinen inneren Gehörgang getroffen hat, aber mit der Zeit sollte sich das verbessern. „Es ist eine schwierige Situation“, sagt Cullum. „Aber er lebt noch, und ich denke, er wird bald wieder der Alte sein.“

Diese Meldung schockiert uns eben so sehr wie der Angriff eines Koyoten auf einen Chihuahua. 

• Sophie Kausch
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