Sie will sich an ihrem Ex rächen, aber der Hund bezahlt den bitteren Preis

Wie grausam muss ein Mensch sein, um seinen Hass an einem unschuldigen Tier auszulassen? Der Fall von „Fudji“ schockt momentan das Internet und löst sogar Demonstrationen aus. In Frankreich will sich eine Frau an ihrem Ex-Freund rächen - doch der Leidtragende ist letztendlich sein Hund.

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Immer wieder erreichen uns schreckliche Nachrichten über Vergehen an Tieren: Erst kürzlich haben Tierschützer verwaiste Tiere in einem Zoo gefunden, ein alter Hund wurde im Tierheim ausgesetzt und ein Pferd völlig abgemagert gefunden.

Nun gibt es ein neues Opfer aus der Tierwelt, das unter Menschen leiden musste: Der arme Vierbeiner hieß Fudji und war ein prächtiger Deutscher Schäferhund. Doch nun ist er tot: Aus Rache hat ihn die Ex-Freundin seines Besitzers mit Benzin übergossen und angezündet!

Sie tötet ihn aus Rache

Bei der Angeklagten, die den Schäferhund ermordet haben soll, handelt es sich um eine 38-jährige Amateur-Hundezüchterin. Unweit des gemeinsamen Wohnsitzes mit ihrem Ex-Freund in Frankreich soll sie Fudji in einem Maisfeld mit Benzin übergossen und angezündet haben - um sich an ihrem Ex-Freund zu rächen. Der Schäferhund Fudji erliegt trotz intensiver tierärztlicher Behandlung und Pflege nach zehn Tagen Leidenszeit seinen schweren Verbrennungen. Laut dem Gesetz wird diese Tat mit einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und einer Geldstrafe von 30.000 Euro geahndet.

Rechtfertigung

Die Angeklagte bedauert die Tat. Zu ihrer Verteidigung gibt sie an, gegenüber Fudji eine wahre Phobie entwickelt zu haben, da sich der Schäferhund ihr gegenüber sehr aggressiv verhalten und sie mehrmals gebissen habe. Das aber streitet der ehemalige Besitzer des Tieres ab.

Selbst die Anwältin der Amateur-Hundezüchterin bezeichnet die Tat als grausam und schrecklich, was ihre Klientin auch nicht zu verschönern versucht. Zur Verteidigung hebt sie die psychologische Zerbrechlichkeit der 38-Jährigen hervor, die selbstmordgefährdet und schon seit Jahren in psychologischer Behandlung sein soll.

Nach der Berichterstattung der Medien über diesen Fall soll die Angeklagte mehrere Todesdrohungen erhalten haben. Nicht weniger als elf Tierschutzorganisationen haben Klage gegen sie eingereicht, darunter die SPA (Société Protectrice des Animaux), die Fondation 30 Millions d’Amis und die Fondation Brigitte Bardot.

Ein Akt der Grausamkeit

Vor dem Justizpalast in der Stadt Chalon-sur-Saône haben sich nicht weniger als 200 Tierschützer eingefunden und fordern mit bedruckten Banderolen und T-Shirts „Gerechtigkeit für Fudji“.

Am Ende der Gerichtsverhandlung drohen der 38-jährigen Angeklagten 18 Monate Haft, davon die Hälfte ohne Bewährung. Auch wird sie sich zweifelsohne einer psychiatrischen Behandlung unterziehen müssen. Die Anklage lautet „Akt der Grausamkeit und tierische Barbarei“. Dafür muss sich die Tierquälerin jetzt verantworten. Ihr Prozess hat die Gemüter stark erregt.

Die Staatsanwältin hat in der Gerichtsverhandlung eine feste Haftstrafe mit Auflage gefordert, um weitere Vorfälle dieser Art in Zukunft zu vermeiden. Die Angeklagte wird in der Tat eines „Aktes der Grausamkeit“ bezichtigt und hat die ihr gemachten Vorwürfe auch eingestanden.