Zwei Schicksalsschläge waren zu viel für Hund Wall-E

Zwei Schicksalsschläge waren zu viel für Hund Wall-E

Es passiert immer wieder: Wie Spielsachen werden einst geliebte Haustiere einfach aussortiert, wenn sie nicht mehr ins Leben ihrer Besitzer passen. Labrador-Mischling Wall-E muss dieses Schicksal gleich zwei Mal erleiden - als er zum wiederholten Mal im Tierheim abgesetzt wird, erträgt er es nicht mehr.

Immer wieder werden Tiere in den schlimmsten Zuständen von ihren Besitzern einfach „aussortiert“ - ob sie völlig verwahrlost im Tierheim abgegeben werden oder sogar in einen Koffer gesteckt und einfach auf den Müll geworfen: Manche Menschen verhalten sich grausam ihren einstigen Haustieren gegenüber. Auch Hund Wall-E wurde von seiner früheren Familie einfach abgeschoben und samt seiner gesamten Spielsachen einfach vor dem Tierheim ausgesetzt. 

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Wall-E wird nach Jahren der Fürsorge einfach fallengelassen

Lange Zeit lebt der hübsche Labrador-Mischling Wall-E bereits im Tierheim, als er endlich von einer Familie adoptiert und anschließend richtig verwöhnt wird. Streicheleinheiten, Leckerlies und Spielsachen gehören fortan zu Wall-Es Alltag, in dem er sich sichtlich wohl fühlt. Eines Tages entscheiden seine Besitzer jedoch nach Jahren, dass sie offenbar nicht mehr genug Zeit haben, um sich um den Hund zu kümmern - also packen sie seine gesamten Spielsachen in Plastiktüten und setzen das Tier vor seinem einstigen Tierheim ab. Jordan Bader, ein Mitarbeiter des Tierheims, gegenüber erinnert sich gegenüber thedodo.com: „Er hatte große Angst. In seinem Zwinger bellte er ununterbrochen.“

Clevere Idee soll Wall-E helfen 

Der einst glückliche Hund von damals hat sich in ein trauriges, ängstliches Häufchen Elend verwandet, und das gestaltet die Suche nach einer neuen Familie mehr als schwierig: Wann immer potentielle Interessenten an Wall-Es Käfig vorbei gehen, verhält sich dieser defensiv und bellt. Durch dieses Verhalten abgeschreckt, bekommt der eigentlich gutmütige Hund von den Besuchern negative Bewertungen, was dazu führt, dass ihn keiner bei sich aufnehmen will. Mitarbeiter Jordan kann das nicht weiter mit ansehen und kommt auf eine clevere Idee: Er teilt auf Facebook ein Bild des todtraurigen Labrador-Mischlings und schreibt im Post seine Geschichte nieder - und das schlägt ein wie eine Bombe: „Wir wussten, dass dieses Bild herzzerreißend ist und viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde, aber wir hatten keine Ahnung, dass es so durch die Decke gehen würde. Es interessierten sich so viele Leute für ihn“, erzählt der Tierheim-Mitarbeiter.

Ende gut, alles gut 

Auch Lynn Lee sieht den Post und kann nicht anders, als Wall-E persönlich kennen zu lernen. Zu dem Treffen nimmt sie ihren eigenen Hund mit, um zu sehen, ob sich die beiden verstehen. Das Glück ist auf ihrer Seite, die beiden Tiere kommen bestens mit einander zurecht und so zögert Lynn nicht lange und adoptiert Wall-E vom Fleck weg. Und das ist wohl das Beste, was Wall-E hätte passieren können: In seinem neuen Zuhause hat er neben Spielsachen auch einen echten Spielgefährten aus Fleisch und Blut, mit dem er durch den Garten tollen und in ruhigen Momenten auch mal kuscheln kann. Endlich fühlt sich der so oft verstoßene Labrador-Mischling sichtlich wohl und kann endlich wieder zu seiner alten, fröhlichen Persönlichkeit zurückfinden...

• Sophie Kausch
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