Der Neufundländer: Ursprung und Herkunft, Charakter und Wesen, Erziehung und Preis

Der Neufundländer: Ursprung und Herkunft, Charakter und Wesen, Erziehung und Preis

Hat es dir der imposante Neufundländer angetan und möchtest du dir einen dieser sympathischen, anhänglichen, mutigen und starken Vierbeiner anschaffen? OhMyMag verrät dir hier alles, was du über diesen intelligenten, wachsamen und dem Menschen treu ergebenen Zeitgenossen wissen solltest, bevor du dir einen zulegst.

Ursprung und Herkunft des Neufundländers

Der Neufundländer verdankt seinen Namen der vor Québec im äußersten Mündungsgebiet des Saint-Laurent-Stromes im Atlantischen Ozean liegenden Insel Neufundland. Wenn seine geografische Herkunft auch bekannt ist, so liegt seine genaue Abstammung doch im Dunkeln. Hundewissenschaftler halten es für wahrscheinlich, dass sich bei seiner Entstehung europäische Hunde wie der Labrador mit skandinavischen Schlittenhunden und Hunden der im 17. Jahrhundert auf der Insel lebenden Micmac- und Beothuk-Indianer vermischten.

Andere halten es für möglich, dass er einer im 11. Jahrhundert aus einer Vermischung der Indianerhunde mit den Bärenhunden der Wikingerhunde entsprungen ist. Wie dem auch sei, eines steht fest: ab Anfang des 17. Jahrhunderts diente der imposante und kräftig gebaute Hund den Fischern und Jägern auf Neufundland und der Labrador-Halbinsel als Arbeitstier, als Schlittenhund, zum Ziehen schwerer Lasten, zum Jagen, als Herdenhund, als Posthund und zur Rettung von Ertrinkenden.

Nach Großbritannien und von da aus nach ganz Europa eingeführt wurde er von britischen Atlantikfischern.

Charakter und Wesen des Neufundländers

Mit seiner imposanten Morphologie kann der kräftige, muskulöse und harmonisch gebaute Neufundländer schon beeindrucken. Trotz seiner bärengleichen Statur ist dieser große Hund bekannt für Sanftmütigkeit, Ruhe, Treue, Mut, Intelligenz und Gehorsam. Früher diente er vor allem als Arbeitshund. Und daher hat er auch seine angenehmen Eigenschaften. Außerdem ist er so intelligent, dass er nur bellt, wenn es unbedingt sein muss.

Er ist wachsam und ein guter Wachhund, doch bietet den Vorteil, nicht aggressiv zu sein. Er setzt lieber seine Kraft als seine Zähne ein und hält jeden Gegner einfach mit seinem massigen Körper am Boden fest. Schwimmen kann er stundenlang und Fischen gehört zu seinen Lieblingsbeschäftigungen. Kindern gegenüber erweist sich der von Natur aus sanft- und gutmütige, anhängliche und beschützende Neufundländer als idealer Begleiter, Spielkamerad und Aufpasser. Auch wenn sie gerade Laufen oder Schwimmen lernen. Außerdem ist er der perfekte Begleiter für Menschen mit einer Behinderung.

Erziehung und Pflege des Neufundländers

Der Neufundländer mit seinem robusten Körperbau und seiner unbändigen Energie muss gut erzogen werden. Glücklicherweise sind seine guten Eigenschaften und seine Intelligenz eine gute Voraussetzung für sein Lernvermögen. So versteht der Neufundländer bei seiner Erziehung recht schnell, was er darf und was nicht.

Wenn der Neufundländer auch sehr kinderlieb ist, so braucht er doch eine konsequente Führung, um zu verstehen, wer der Herr im Haus ist. Der Neufundländer braucht Bewegung und Auslauf. Er liebt lange Spaziergänge und kann auch zum Jogging mitgenommen werden.

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Die Pflege des Neufundländers sollte nicht zu kurz kommen. Sein dickes Fell muss häufig gekämmt und gebürstet werden, um nicht zu verfilzen.

Preis eines Neufundländers

Ein Neufundländer aus der Zucht eines registrierten Züchters bleibt eine teure Anschaffung. Je nach Geschlecht und Abstammung musst du für einen reinrassigen Neufundländer mit 1.200 bis 2.000 Euro rechnen.

Carina Levent
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